29 Oktober 2006

Noch ein Geburtstagsgedicht - aber freundlicher...

Natürlich kann ich auch anders! Alles Gute zum 30., liebe Anja! Und glaube mir, ab jetzt wird es wirklich erst so richtig spannend!


Mit zehn, da warst Du noch ein Mädchen,
nichts weiter als ein kleines Rädchen
dort in der großen, weiten Welt.
Du hattest weder Geist noch Geld.

Mit zwanzig warst Du schon viel weiter,
das Leben schien Dir meistens heiter,
Du hattest eine Menge Spaß
und gabst für die Karriere Gas.

Jetzt bist Du dreißig, das ist schön,
das Leben liebt Dich, Du wirst sehn!
Denn Du bist jünger als Du denkst,
und wem Du Deine Freundschaft schenkst,
ist froh, Dein Lächeln anzusehn,
mit Dir auf Parties rumzustehn.

Und auch die Zukunft wird Dich lieben,
doch solltest Du Dich nicht verbiegen.
Denn sie wird alles Glück Dir schenken.
und so kannst Du Dein Schicksal lenken.

Du bist ein Mensch, den ich sehr mag -
genieße diesen schönen Tag!


Ist hoffentlich nicht zu sehr "Reim Dich, oder ich schlag Dich!". Aber selbst wenn, es kommt von ganz drinnen...





23 Oktober 2006

Ein gar garstiges Geburtstagsgedicht

Mit zwanzig war das Leben schön,
doch jetzt, mit dreißig, wirst Du sehn:
Die alten Knochen werden knacksen
und die Orangenhaut wird wachsen,
die Falten werden tief und tiefer,
das Zahnfleisch löst sich ab vom Kiefer.

Doch all das ist nicht gar so schlimm,
denn Du bist Chefin eines Gym.
Hier gibt es Sport und Shakes und Sonne,
da wird das Altern glatt zur Wonne!
Die Haut wird straff, die Falten schwinden,
da ist nichts schlaff, Du kannst es überwinden.

Wir alle werden ja nicht jünger,
und wer will schon die jungen Dinger?
Schau, die Karriere kommt voran,
das lockt dann auch so manchen Mann.
Es trösten die Kolleginnen:
Wahre Schönheit kommt von innen!


Herzlichen Glückwunsch!

16 Oktober 2006

Du kannst das doch viel besser, Schatz!

Sehr verehrte Leserin!
Sind Sie verheiratet, liiert, leben Sie mit jemandem zusammen? Und ist dieser Jemand männlich, erfolgreich, organisiert und effektiv, wenn es um seinen Beruf geht?
Dann sollten Sie sich für den Moment wappnen, in dem er mit einem zuckersüßen, etwas hilflosen Lächeln zu Ihnen sagt: "Ach Schatz, in diesen Dingen bin ich so ungeschickt und inkompetent, und ich bewundere Dein Organisationstalent!", wenn es sich bei "diesen Dingen" um den Haushalt und alles, was damit zusammenhängt, handelt. Werden Sie hellhörig! Sofort!
Glauben Sie mir, er hat Ihnen nur vordergründig ein Kompliment gemacht. Fühlen Sie sich NICHT geschmeichelt! Freuen Sie sich NICHT über seine Anerkennung! Gehen Sie in KEINEM Fall auf seine Bemerkung ein! Am besten wäre es, wenn Sie nach einem Fluchtweg Ausschau hielten, denn sein Ziel ist es, Sie zu domestizieren, nicht mehr und nicht weniger. Er findet Ihr Organisationstalent beim Aufräumen, Putzen, Wäschewaschen und Kochen nicht herausragend, er will, dass Sie dieses Talent für seine Bequemlichkeit einsetzen und er sich umgehend zur Ruhe begeben kann.
Denken Sie nach, meine Damen: Warum sollte jemand, der in der Lage ist, zu organisieren, der möglicherweise sogar ein eigenes Unternehmen leitet, Projekte, eine eigene Abteilung, genau diese Fähigkeit schlagartig verlieren, sobald er seine Wohnung betritt und einen Berg Schmutzwäsche oder den längst fälligen Abwasch vorfindet? Wie kann es sein, dass eine Fertigkeit, die man sich mühevoll über Jahre erarbeitet und immer wieder geübt hat, nur selektiv einsetzbar ist? Was ist die größere Herausforderung: Das Führen und Motivieren von zwanzig oder mehr MitarbeiterInnen oder das Sortieren der Wäsche in Weiss, Bunt und Schwarz, uneingeschränkte Farbsichtigkeit vorausgesetzt? Was ist schwerer: Ein Projekt zur Zufriedenheit des Auftraggebers zu planen, durchzuführen, zu kalkulieren und zu kontrollieren oder eine Entscheidung zu treffen über die Reihenfolge von Staubwischen, -saugen und Abwaschen?
Warum weiß ein Mann in der Regel genau, was er zur Autopflege benötigt, scheitert aber kläglich an der Reinigung des Fußbodens?
Schauen Sie ihm in die Augen, meine Damen, und Sie werden denselben unschuldigen Ausdruck in ihnen sehen wie in den Augen Ihrer Katze, die gerade die letzten Käsereste vom Tisch geklaut hat und nun laut miauend behauptet, sie hätte Hunger. Sind Sie gerührt von der kindlichen Unschuld in seinem Blick? Spricht er eine mütterliche Seite in Ihnen an, von der sie bisher noch nichts wussten?
Sollte Ihre Domestizierung bereits soweit fortgeschritten sein, kann ich Ihnen nur folgendes raten: Laufen Sie, so schnell Sie nur können! Kümmern Sie sich um Ihre Geschäfte und Ihren Haushalt! Er kann es, glauben Sie mir, er braucht vielleicht nur am Anfang etwas länger. Aber spätestens, wenn er seine Energien auf Putzeimer und Wischmopp konzentriert statt darauf, diese Gerätschaften Ihnen aufzuschwatzen, wird er Erfolg haben. Helfen Sie ihm dabei! Bleiben Sie weg, bis er saubergemacht und seine Wäsche gewaschen und aufgehängt hat! Ignorieren Sie seine perfiden Versuche, sich besonders ungeschickt anzustellen - ER KANN ES!
Sie verspüren immer noch einen Mutterinstinkt, wenn Sie an seinen Blick denken? Kaufen Sie sich einen Hund!