Während die meisten Frauen es als völlig selbstverständlich ansehen, gleichzeitig meterhohe Pumps und zwei Wasserkisten zu tragen, ein Vier-Gänge-Menü zu zaubern und während der Pausen die Buchhaltung des eigenen Unternehmens zu erledigen, sich von einem neuen Verehrer in den Mantel helfen zu lassen oder einen zu hartnäckigen Verfolger mit einem gezielten Schlag auf die Bretter zu schicken, stehen die vom Schicksal geprügelten Herren noch immer da wie die begossenen Pudel, schütteln und wundern sich über die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die ihnen irgendwie entgangen zu sein scheint.
Eigentlich sollten sie uns leid tun, die armen Männer! Eben noch auf Mammutjagd, dafür zuständig, die in der Höhle bibbernde Großfamilie zu versorgen, soll er jetzt im Sitzen pinkeln und das Waschbecken saubermachen. Irgendein gemeines Weibsstück hat ihm nämlich während der letzten paar tausend Jahre heimlich die Keule weggenommen und durch ein Mobiltelefon ersetzt. Das sieht zwar schick aus und ist wichtig, aber hauen kann man damit nicht mehr. Und das, was ihn früher, als die Welt noch in Ordnung war und niemand eine Paartherapie nötig hatte, ausgezeichnet hat, nämlich die Fähigkeit, sich auf die Jagd und die Beute zu konzentrieren und nichts anderes mehr wahrzunehmen, macht ihn heute zum Gespött seiner multitaskingfähigen Gefährtin. Er behauptet zwar verzweifelt, ebenfalls mehrere Dinge gleichzeitig tun zu können, aber nur die wirklich bedingungslos Liebende ist bereit, ihn dafür zu loben, dass er gleichzeitig sein Morgengeschäft erledigt, Zeitung liest und dabei raucht.
Sie haben es schwer, wirklich! Früher wurde ein echter Kerl daran gemessen, wieviele uneheliche Kinder von ihm in der Weltgeschichte herumsprangen, er durfte sich auf Teufelkommraus durch fremde Betten schlafen, ohne andere Konsequenzen fürchten zu müssen als eine Ehefrau mit Migräne. Heute fragt sie ihn, ob man sich erst unterhalten soll oder lieber gleich ins Bett geht, und er darf nicht einmal einen heimlichen Vaterschaftstest durchführen lassen, um sicher zu sein, dass der in der gemeinsamen Wohnung lebende Nachwuchs auch tatsächlich von ihm ist. Woher nehmen diese verdammten Weiber die Unverschämtheit, wie selbstverständlich die gleichen Privilegien zu beanspruchen wie die Schöpfungskronen? Und warum kennen sie sich auf einmal auch in Wirtschaft, Politik und Naturwissenschaften aus? Manche von ihnen sind Chef, man stelle sich das nur vor! Eine ganz besonders Durchtriebene hat es sogar ins Kanzleramt geschafft, obwohl ihr sich seines Status als Retter der Männlichkeit bewußter Vorgänger wie ein Berserker um sein Großraumbüro und die Limousine mit Chauffeur gekämpft hat.
Aber, und jetzt kann der Mann sich endlich beruhigt zurücklehnen: Sie, die doofe Kanzlerin nämlich, ist nicht attraktiv. Sagen alle seine Stammtischbrüder und der PLAYBOY auch. So. Nein, ein Adonis war ihr Vorgänger auch nicht, der hat sich ja sogar die Haare färben müssen, um sein Ego aufzupolieren, aber das war ja wohl auch etwas ganz anderes! Und die Oberemanze, diese Alice Schwarzer, die sieht vielleicht aus! Lesbisch ist sie bestimmt und überhaupt nur deswegen emanzipiert, weil sie keinen abbekommen hat. Und jetzt sitzt sie seit mehr als 30 Jahren in ihrer EMMA-Redaktion und bewirft die Männerwelt mit Schlamm. Soll sie sich doch Beine und Achseln rasieren, dann hat sie was zu tun!
Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ihn in seinem Redefluss zu unterbrechen, sanft über sein verwirrtes Köpfchen zu streicheln und „Aber ja, mein Liebster!“ zu sagen, denn es besteht ernsthafte Gefahr, dass er hyperventiliert oder sich in einen Infarkt hineinsteigert. Die Männer von heute sind nicht mehr so leistungsfähig wie die Steinzeitjungs; sie leiden unter Schlafstörungen, Phobien, Depressionen und Kopfweh. Sie brauchen Hilfe. Und wenn er sich besser fühlt mit der Theorie, alle erfolgreichen Frauen wären häßlich und einsam, dann sollte seine Gefährtin über die Souveränität verfügen, ihn in seinem Glauben zu lassen. Wir verstehen ja, dass es schwierig ist, und wir helfen gern!
Eigentlich sollten sie uns leid tun, die armen Männer! Eben noch auf Mammutjagd, dafür zuständig, die in der Höhle bibbernde Großfamilie zu versorgen, soll er jetzt im Sitzen pinkeln und das Waschbecken saubermachen. Irgendein gemeines Weibsstück hat ihm nämlich während der letzten paar tausend Jahre heimlich die Keule weggenommen und durch ein Mobiltelefon ersetzt. Das sieht zwar schick aus und ist wichtig, aber hauen kann man damit nicht mehr. Und das, was ihn früher, als die Welt noch in Ordnung war und niemand eine Paartherapie nötig hatte, ausgezeichnet hat, nämlich die Fähigkeit, sich auf die Jagd und die Beute zu konzentrieren und nichts anderes mehr wahrzunehmen, macht ihn heute zum Gespött seiner multitaskingfähigen Gefährtin. Er behauptet zwar verzweifelt, ebenfalls mehrere Dinge gleichzeitig tun zu können, aber nur die wirklich bedingungslos Liebende ist bereit, ihn dafür zu loben, dass er gleichzeitig sein Morgengeschäft erledigt, Zeitung liest und dabei raucht.
Sie haben es schwer, wirklich! Früher wurde ein echter Kerl daran gemessen, wieviele uneheliche Kinder von ihm in der Weltgeschichte herumsprangen, er durfte sich auf Teufelkommraus durch fremde Betten schlafen, ohne andere Konsequenzen fürchten zu müssen als eine Ehefrau mit Migräne. Heute fragt sie ihn, ob man sich erst unterhalten soll oder lieber gleich ins Bett geht, und er darf nicht einmal einen heimlichen Vaterschaftstest durchführen lassen, um sicher zu sein, dass der in der gemeinsamen Wohnung lebende Nachwuchs auch tatsächlich von ihm ist. Woher nehmen diese verdammten Weiber die Unverschämtheit, wie selbstverständlich die gleichen Privilegien zu beanspruchen wie die Schöpfungskronen? Und warum kennen sie sich auf einmal auch in Wirtschaft, Politik und Naturwissenschaften aus? Manche von ihnen sind Chef, man stelle sich das nur vor! Eine ganz besonders Durchtriebene hat es sogar ins Kanzleramt geschafft, obwohl ihr sich seines Status als Retter der Männlichkeit bewußter Vorgänger wie ein Berserker um sein Großraumbüro und die Limousine mit Chauffeur gekämpft hat.
Aber, und jetzt kann der Mann sich endlich beruhigt zurücklehnen: Sie, die doofe Kanzlerin nämlich, ist nicht attraktiv. Sagen alle seine Stammtischbrüder und der PLAYBOY auch. So. Nein, ein Adonis war ihr Vorgänger auch nicht, der hat sich ja sogar die Haare färben müssen, um sein Ego aufzupolieren, aber das war ja wohl auch etwas ganz anderes! Und die Oberemanze, diese Alice Schwarzer, die sieht vielleicht aus! Lesbisch ist sie bestimmt und überhaupt nur deswegen emanzipiert, weil sie keinen abbekommen hat. Und jetzt sitzt sie seit mehr als 30 Jahren in ihrer EMMA-Redaktion und bewirft die Männerwelt mit Schlamm. Soll sie sich doch Beine und Achseln rasieren, dann hat sie was zu tun!
Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ihn in seinem Redefluss zu unterbrechen, sanft über sein verwirrtes Köpfchen zu streicheln und „Aber ja, mein Liebster!“ zu sagen, denn es besteht ernsthafte Gefahr, dass er hyperventiliert oder sich in einen Infarkt hineinsteigert. Die Männer von heute sind nicht mehr so leistungsfähig wie die Steinzeitjungs; sie leiden unter Schlafstörungen, Phobien, Depressionen und Kopfweh. Sie brauchen Hilfe. Und wenn er sich besser fühlt mit der Theorie, alle erfolgreichen Frauen wären häßlich und einsam, dann sollte seine Gefährtin über die Souveränität verfügen, ihn in seinem Glauben zu lassen. Wir verstehen ja, dass es schwierig ist, und wir helfen gern!
Wenn die gutgemeinte Seelenmassage allerdings dazu führt, dass er wieder übermütig wird und so tun will, als sei er Chef, ist es an der Zeit, ihn mit einem nicht mehr ganz so sanften Stupfer auf den Solarplexus zur Ruhe zu legen.
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