Ich bin sehr beschäftigt heute abend. Ich ersäufe Viren. Schnupfenviren. Im besten Fall sind sie morgen tot, im schlimmsten habe ich eben noch mehr Kopfschmerzen. Dazwischen liegt mit ca. 50% die Wahrscheinlichkeit, dass ich zwar immer noch erkältet bin, es aber nicht mehr merke, weil das Betrunkensein mehr Energie in Anspruch nimmt. Klingt nett. Klingt vor allem nach durchschlafener Nacht.
Ja, ich jammere! Woher, bitteschön, weiß mein blöder, nichtsnutziger Körper immer so genau, wann ich Krankheit am allerwenigsten gebrauchen kann? Wahrscheinlich sollte ich dankbar sein, dass ich meine Stimme noch habe und durch schnelles und konsequentes "InsBettLegen" und mit einem gehörigen Quentchen Glück größeren Schaden abwenden kann. Möglicherweise. Trotzdem. Was soll das, zum Teufel? Weicheier kriegen Schnupfen! Schreibtischstuhlanwärmer und Urlaubsgeldempfänger, aber doch Selbständige nicht! Können oder wollen die sich nämlich entweder nicht leisten oder sind immer noch auf dem "Ich-bin-untentbehrlich-Trip" unterwegs, der sie rasch zu den anderen Unentbehrlichen auf den Städtischen Friedhof befördern wird. Warum also ich? Ich ernähre mich gesund (naja, gut, ich versuche mich zu bemühen...), treibe regelmäßig Sport (5 - 6 Stunden am Tag sollten doch wohl reichen!), schlafe ausreichend (mehr als das in meiner Bärenphase) und bin glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Was soll der Sch... dann bitte? Andere waren eher dran.
Ja, ich hadere auf das Allerausgiebigste, mit meinem Körper und mit meinem Schicksal! Habe noch vor einer Woche getönt, dass ich nicht krank werde, weil ich das abbestellt habe. Wahrscheinlich haben die Postboten des Universums mein Bestellformular verschlampt, sind möglicherweise ja auch Beamte, die nicht nach Leistung bezahlt werden und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bekommen.
Bei der Gelegenheit würde ich mich gern für einen Moment über all die Geplagten und Gebeugten mit ebendieser Lohnfortzahlung und dem sicheren Arbeitsplatz auslassen. Da zwickt es ein wenig im rechten Schulterblatt, und schon lässt man sich zunächst für zwei bis drei Wochen krankschreiben. Zu schwer gehoben? Na, da gibt es doch gleich einen Nachschlag! Sie behaupten, ich hätte mir das ausgedacht? Ich behaupte, dass ich einige dieser Dauerkranken im Öffentlichen Dienst persönlich kenne!
Themawechsel. Hatte ich schon erwähnt, dass ich gerade überhaupt nicht glücklich bin? Nein? Jedes Jahr wieder bin ich sicher, dass der Erkältungs- und damit Existenzangstkelch an mir vorüberzieht, und jedes Jahr wieder belehrt mich mein Körper eines Besseren. Gern überkommt es ihn Ende Februar, wenn doch eigentlich das Schlimmste überstanden sein sollte. Eine gute Freundin von mir gibt auch bei Fieber Kurse, und ich frage mich jedesmal, wenn ich selbst erkältet bin, wie sie das nur macht. Ist wahrscheinlich deutlich härter im Nehmen als ich. Vielleicht steckt tief in mir ja auch eine Beamte?? Ich deliriere, scheint mir.
Ja, natürlich sollte ich in der Lage sein, etwas Vernünftiges zu Papier bzw. zu PC zu bringen, wenn ich auf das Allerausgiebigste jammern kann! Kann ich aber nicht, und bis vor zwanzig Minuten war mir auch nicht bewußt, dass Jammern in Schriftform möglich wäre. Nach einer Flasche Rotwein kann ich möglicherweise sogar dichten.
Nun, ich habe ja noch zwei Tage Schonung vor mir - eine gute Gelegenheit, endlich meinen Schreibtisch aufzuräumen, zu dichten, zu planen, meine Wohnung zu putzen und mir nicht mehr ganz so fürchterlich nutzlos und weicheierig vorzukommen wie während der letzten beiden Tage. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Unpässlichkeiten jeglicher Art hasse?
Ja, ich jammere! Woher, bitteschön, weiß mein blöder, nichtsnutziger Körper immer so genau, wann ich Krankheit am allerwenigsten gebrauchen kann? Wahrscheinlich sollte ich dankbar sein, dass ich meine Stimme noch habe und durch schnelles und konsequentes "InsBettLegen" und mit einem gehörigen Quentchen Glück größeren Schaden abwenden kann. Möglicherweise. Trotzdem. Was soll das, zum Teufel? Weicheier kriegen Schnupfen! Schreibtischstuhlanwärmer und Urlaubsgeldempfänger, aber doch Selbständige nicht! Können oder wollen die sich nämlich entweder nicht leisten oder sind immer noch auf dem "Ich-bin-untentbehrlich-Trip" unterwegs, der sie rasch zu den anderen Unentbehrlichen auf den Städtischen Friedhof befördern wird. Warum also ich? Ich ernähre mich gesund (naja, gut, ich versuche mich zu bemühen...), treibe regelmäßig Sport (5 - 6 Stunden am Tag sollten doch wohl reichen!), schlafe ausreichend (mehr als das in meiner Bärenphase) und bin glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Was soll der Sch... dann bitte? Andere waren eher dran.
Ja, ich hadere auf das Allerausgiebigste, mit meinem Körper und mit meinem Schicksal! Habe noch vor einer Woche getönt, dass ich nicht krank werde, weil ich das abbestellt habe. Wahrscheinlich haben die Postboten des Universums mein Bestellformular verschlampt, sind möglicherweise ja auch Beamte, die nicht nach Leistung bezahlt werden und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bekommen.
Bei der Gelegenheit würde ich mich gern für einen Moment über all die Geplagten und Gebeugten mit ebendieser Lohnfortzahlung und dem sicheren Arbeitsplatz auslassen. Da zwickt es ein wenig im rechten Schulterblatt, und schon lässt man sich zunächst für zwei bis drei Wochen krankschreiben. Zu schwer gehoben? Na, da gibt es doch gleich einen Nachschlag! Sie behaupten, ich hätte mir das ausgedacht? Ich behaupte, dass ich einige dieser Dauerkranken im Öffentlichen Dienst persönlich kenne!
Themawechsel. Hatte ich schon erwähnt, dass ich gerade überhaupt nicht glücklich bin? Nein? Jedes Jahr wieder bin ich sicher, dass der Erkältungs- und damit Existenzangstkelch an mir vorüberzieht, und jedes Jahr wieder belehrt mich mein Körper eines Besseren. Gern überkommt es ihn Ende Februar, wenn doch eigentlich das Schlimmste überstanden sein sollte. Eine gute Freundin von mir gibt auch bei Fieber Kurse, und ich frage mich jedesmal, wenn ich selbst erkältet bin, wie sie das nur macht. Ist wahrscheinlich deutlich härter im Nehmen als ich. Vielleicht steckt tief in mir ja auch eine Beamte?? Ich deliriere, scheint mir.
Ja, natürlich sollte ich in der Lage sein, etwas Vernünftiges zu Papier bzw. zu PC zu bringen, wenn ich auf das Allerausgiebigste jammern kann! Kann ich aber nicht, und bis vor zwanzig Minuten war mir auch nicht bewußt, dass Jammern in Schriftform möglich wäre. Nach einer Flasche Rotwein kann ich möglicherweise sogar dichten.
Nun, ich habe ja noch zwei Tage Schonung vor mir - eine gute Gelegenheit, endlich meinen Schreibtisch aufzuräumen, zu dichten, zu planen, meine Wohnung zu putzen und mir nicht mehr ganz so fürchterlich nutzlos und weicheierig vorzukommen wie während der letzten beiden Tage. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Unpässlichkeiten jeglicher Art hasse?
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