Abends, nach Einbruch der Dämmerung, kann man den Sternen beim Erscheinen zusehen. "Wachsen" ist möglicherweise falsch ausgedrückt, denn sie wachsen ja nicht, sie werden sichtbar. Schon wieder eine Metapher. Das Leben scheint aus Metaphern zu bestehen. Vielleicht ändern sich ja auch Menschen nicht, sondern gestatten einen Blick aus einem anderen Winkel? Haben wir alles in uns, alle Veränderungen, alle Quellen, alle Sterne, jede Farbe, die der Himmel annehmen kann?
Ich bin zum Beispiel ein "Katastrophenmensch". Niemals würde ich auf die Idee kommen, dass ein einfacher Satz wie "Ich möchte mit Dir reden." kein Drama beinhaltet. Ich bin eine begabte Architektin, wenn es darum geht, eigentlich Gemeintes auf meine Sicht der Dinge zurechtzustutzen. "Ich möchte mit Dir reden." mache ich zu: "Ich bin extrem unzufrieden mit der Situation, weiß nicht genau wie ich Dir sagen soll, dass ich Dich eigentlich Sch... finde, aber ich muss es loswerden. Also, wann kann ich es Dir endlich sagen?" Wenn es nicht so anstrengend für mich und meine Umgebung wäre, würde ich sagen, dass ich in diesem Bereich meine Kreativität austobe.
Oder: Er schweigt nach dem Sex. Später sagt er mir (schreibt sogar!), dass er dieser unglaublich angenehmen Mattigkeit nachgegeben hat und überhaupt gar nicht denken möchte. Ich interpretiere das Schweigen selbstverständlich als einen Kommentar. Und der kann nur heissen, dass es ...nett... war. Punkt. Gab Schlimmeres, gab viel mehr Besseres.
Oder. Oder. Oder.
Ich bin ein kreativer Mensch, und man möge mir die Umdeutungen der Bedeutungen verzeihen. Ich interpretiere schließlich meist so, dass ich für meine Umwelt zwar extrem anstrengend bin, weil man jedes Wort auf die berühmte Goldwage legen muss, aber den K.O. verpasse ich ausschließlich mir selbst. Oder bin ich viel schlimmer, als ich glaube?
Eigentlich wollte ich über Sternewachsen schreiben. Darüber, wie unglaublich schön ein Sommerbeginn mitten im April ist. Den Himmel über Whausen besingen. Die warme, streichelnde, umarmende Luft dort draußen beschreiben. Ist auch viel schöner als das Klagelied einer unter übersteigerter Selbstkritik leidenden Hopse. Also: Der Himmel ist sehr hoch, und irgendwo dort oben gibt es einen Planeten, auf dem Leben möglich sein könnte. 20 Lichtjahre entfernt. Egal. Ich nehme es als Beweis für meine These, dass es unendlich viele Lebensformen im Universum gibt und die paar Milliarden, die auf der Erde ihr Unwesen treiben, zu vernachlässigen sind. Eine andere "Erde"... Auch eine Definitionssache, irgendwie. Aber die Vorstellung, in den Himmel zu schauen und etwas nicht zu sehen, was da ist und möglicherweise Lebewesen beherbergt, die einen ähnlichen Stil pflegen wie wir (Media Markt, Geiz ist Geil, Ausspionieren von Online-Daten), glücklich sind, einen Himmel über sich sehen und nette kleine Leckereien zu sich nehmen, ist faszinierend. Oder es gibt auf diesem Planeten weder Fernsehen noch DVD noch Internet noch Radio, sondern einfach nur Leben? Möglicherweise reden die miteinander?
Ich werde auf jeden Fall ein Visum beantragen, bevor ich ins Bett gehe.
Ich bin zum Beispiel ein "Katastrophenmensch". Niemals würde ich auf die Idee kommen, dass ein einfacher Satz wie "Ich möchte mit Dir reden." kein Drama beinhaltet. Ich bin eine begabte Architektin, wenn es darum geht, eigentlich Gemeintes auf meine Sicht der Dinge zurechtzustutzen. "Ich möchte mit Dir reden." mache ich zu: "Ich bin extrem unzufrieden mit der Situation, weiß nicht genau wie ich Dir sagen soll, dass ich Dich eigentlich Sch... finde, aber ich muss es loswerden. Also, wann kann ich es Dir endlich sagen?" Wenn es nicht so anstrengend für mich und meine Umgebung wäre, würde ich sagen, dass ich in diesem Bereich meine Kreativität austobe.
Oder: Er schweigt nach dem Sex. Später sagt er mir (schreibt sogar!), dass er dieser unglaublich angenehmen Mattigkeit nachgegeben hat und überhaupt gar nicht denken möchte. Ich interpretiere das Schweigen selbstverständlich als einen Kommentar. Und der kann nur heissen, dass es ...nett... war. Punkt. Gab Schlimmeres, gab viel mehr Besseres.
Oder. Oder. Oder.
Ich bin ein kreativer Mensch, und man möge mir die Umdeutungen der Bedeutungen verzeihen. Ich interpretiere schließlich meist so, dass ich für meine Umwelt zwar extrem anstrengend bin, weil man jedes Wort auf die berühmte Goldwage legen muss, aber den K.O. verpasse ich ausschließlich mir selbst. Oder bin ich viel schlimmer, als ich glaube?
Eigentlich wollte ich über Sternewachsen schreiben. Darüber, wie unglaublich schön ein Sommerbeginn mitten im April ist. Den Himmel über Whausen besingen. Die warme, streichelnde, umarmende Luft dort draußen beschreiben. Ist auch viel schöner als das Klagelied einer unter übersteigerter Selbstkritik leidenden Hopse. Also: Der Himmel ist sehr hoch, und irgendwo dort oben gibt es einen Planeten, auf dem Leben möglich sein könnte. 20 Lichtjahre entfernt. Egal. Ich nehme es als Beweis für meine These, dass es unendlich viele Lebensformen im Universum gibt und die paar Milliarden, die auf der Erde ihr Unwesen treiben, zu vernachlässigen sind. Eine andere "Erde"... Auch eine Definitionssache, irgendwie. Aber die Vorstellung, in den Himmel zu schauen und etwas nicht zu sehen, was da ist und möglicherweise Lebewesen beherbergt, die einen ähnlichen Stil pflegen wie wir (Media Markt, Geiz ist Geil, Ausspionieren von Online-Daten), glücklich sind, einen Himmel über sich sehen und nette kleine Leckereien zu sich nehmen, ist faszinierend. Oder es gibt auf diesem Planeten weder Fernsehen noch DVD noch Internet noch Radio, sondern einfach nur Leben? Möglicherweise reden die miteinander?
Ich werde auf jeden Fall ein Visum beantragen, bevor ich ins Bett gehe.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen