Dieser Post ist ein Beweis. Ich scheine mehr zu können, als ich glaube. Und weil ich dazu tendiere, das immer wieder zu vergessen, bitte ich den/die geschätzte Leserin, mich daran zu erinnern, wenn ich wieder über Unzulänglichkeiten meinerseits maule. Die gibt es, zweifellos, und nicht wenige, aber in diesem speziellen Fall schien alles ganz anders gewesen zu sein, als ich es empfunden habe.
Da war dieser Kinderkurs. 2. Klasse, Beginn 13.30 Uhr, nach normalem Schultag und einem ausgiebigen Mittagessen. Fünfzehn oder sechzehn Kinder waren es, und sie waren eine sehr interessante Mischung aus aufgekratzt, müde, lern- und wissbegierig, mindestens fünf "Klassenkasper", der Rest übersprudelnd. Diesen Kindern habe ich über sechs Wochen versucht, ein paar Befreiungstechniken für Notfälle, außerdem ein Gefühl für kritische Situationen und das dazugehörige Verhalten zu vermitteln. So weit, so gut. Es war nicht mein erster Kurs, ich habe bereits eine Menge Erfahrung mit Kindern im Grundschulalter sammeln dürfen, aber sie überraschen mich immer wieder. Kinder sind unglaublich vielseitig, spannend und flexibel, außerdem in der Lage, eine Erwachsene an den Rand eines Nervenzusammenbruchs zu treiben. (Ihr habt das aber nicht gelesen!)
Kurz, ich musste feststellen, dass ich mehr Zeit damit verbracht habe, ihnen die selbstaufgestellten Regeln ins Gedächtnis zu rufen, kleinere und größere Prügeleien zu verhindern, Streit zu schlichten und mein Unbehagen angesichts des doch recht umfangreichen Wortschatzes (und zwar in jeder Beziehung umfangreich) zu überwinden. Fand mich mehr als nur unzulänglich und war der festen Überzeugung, dass jeder andere den Job besser gemacht hätte als ich und man mich sofort vom Schulhof jagen würde, wenn man das herausgefunden hatte. Dass die Kinder mich an jedem meiner Unterrichtstage begeistert begrüßten, vergaß ich sicherheitshalber bzw. erklärte es mir damit, dass sie sich ja austoben konnten in meinem Kurs. Jemine, was war mir mulmig! Ich hätte mir mein Kind nicht anvertraut!
Und heute nachmittag rief mich eine der Initiatorinnen des Kurses an und erklärte mir, dass ich angesichts der unglaublich schwierigen Gruppe sehr effektiv gewesen sei und mit den Kindern sehr gut gearbeitet hätte. Sie musste sich verwählt haben, wahrscheinlich meinte sie Frau Dr. Dr. XY, die Psychotherapeutin, die schon mehrere Bücher über kindliches Verhalten veröffentlicht hatte. Andererseits, Frau Dr. Dr. XY war ja gar nicht da - es war meine Stimme, die ich während der Kurse mehr als nur ein wenig strapaziert hatte! Sie haben also etwas gelernt. Von mir. Und die Eltern scheinen es gemerkt zu haben. Unglaublich. Wo ich doch alles irgendwie aus dem Bauch heraus gemacht habe - ja, genau aus diesem wöbberigen Etwas...
Okay, das ist also gut gelaufen. Glücklicherweise fallen mir, ohne dass ich mein Gehirn besonders bemühen muss, genügend Dinge ein, die ich nicht kann. Hapüh. Schließlich will ich mir mein Selbstbild nicht zerstören. Scheußliche Vorstellung. Glücklicherweise habe ich heute im Parkhaus beim Rückwärtseinparken eine Schramme in mein Auto gefahren, weil ich damit überfordert war, gleichzeitig zu telefonieren, zu gucken und am Lenkrad zu drehen. Hat sich was mit Multitasking.
Da war dieser Kinderkurs. 2. Klasse, Beginn 13.30 Uhr, nach normalem Schultag und einem ausgiebigen Mittagessen. Fünfzehn oder sechzehn Kinder waren es, und sie waren eine sehr interessante Mischung aus aufgekratzt, müde, lern- und wissbegierig, mindestens fünf "Klassenkasper", der Rest übersprudelnd. Diesen Kindern habe ich über sechs Wochen versucht, ein paar Befreiungstechniken für Notfälle, außerdem ein Gefühl für kritische Situationen und das dazugehörige Verhalten zu vermitteln. So weit, so gut. Es war nicht mein erster Kurs, ich habe bereits eine Menge Erfahrung mit Kindern im Grundschulalter sammeln dürfen, aber sie überraschen mich immer wieder. Kinder sind unglaublich vielseitig, spannend und flexibel, außerdem in der Lage, eine Erwachsene an den Rand eines Nervenzusammenbruchs zu treiben. (Ihr habt das aber nicht gelesen!)
Kurz, ich musste feststellen, dass ich mehr Zeit damit verbracht habe, ihnen die selbstaufgestellten Regeln ins Gedächtnis zu rufen, kleinere und größere Prügeleien zu verhindern, Streit zu schlichten und mein Unbehagen angesichts des doch recht umfangreichen Wortschatzes (und zwar in jeder Beziehung umfangreich) zu überwinden. Fand mich mehr als nur unzulänglich und war der festen Überzeugung, dass jeder andere den Job besser gemacht hätte als ich und man mich sofort vom Schulhof jagen würde, wenn man das herausgefunden hatte. Dass die Kinder mich an jedem meiner Unterrichtstage begeistert begrüßten, vergaß ich sicherheitshalber bzw. erklärte es mir damit, dass sie sich ja austoben konnten in meinem Kurs. Jemine, was war mir mulmig! Ich hätte mir mein Kind nicht anvertraut!
Und heute nachmittag rief mich eine der Initiatorinnen des Kurses an und erklärte mir, dass ich angesichts der unglaublich schwierigen Gruppe sehr effektiv gewesen sei und mit den Kindern sehr gut gearbeitet hätte. Sie musste sich verwählt haben, wahrscheinlich meinte sie Frau Dr. Dr. XY, die Psychotherapeutin, die schon mehrere Bücher über kindliches Verhalten veröffentlicht hatte. Andererseits, Frau Dr. Dr. XY war ja gar nicht da - es war meine Stimme, die ich während der Kurse mehr als nur ein wenig strapaziert hatte! Sie haben also etwas gelernt. Von mir. Und die Eltern scheinen es gemerkt zu haben. Unglaublich. Wo ich doch alles irgendwie aus dem Bauch heraus gemacht habe - ja, genau aus diesem wöbberigen Etwas...
Okay, das ist also gut gelaufen. Glücklicherweise fallen mir, ohne dass ich mein Gehirn besonders bemühen muss, genügend Dinge ein, die ich nicht kann. Hapüh. Schließlich will ich mir mein Selbstbild nicht zerstören. Scheußliche Vorstellung. Glücklicherweise habe ich heute im Parkhaus beim Rückwärtseinparken eine Schramme in mein Auto gefahren, weil ich damit überfordert war, gleichzeitig zu telefonieren, zu gucken und am Lenkrad zu drehen. Hat sich was mit Multitasking.
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