22 April 2007

Nächte, Träume, Gedanken

Der erste Teil des NLP-Wochenendes ist vorbei, ich habe nahezu Unglaubliches gelernt. Vor allem aber hat es funktioniert! Ich bin ganz woanders, und der Ort, an dem ich mich aufhalte, ist wunderschön. Es gibt ein strahlendes Sonnengelb und ebenso strahlende Gesichter, es gibt Gelächter, Humor, stundenlange Telefonate, Müdigkeit ist nebensächlich. Leben, irgendwie.

Ich habe heute gelernt, nachmittags und abends. Heute nachmittag habe ich erfahren dürfen, wie ich unerwünschte Verhaltensweisen ändern kann (Und es hat funktioniert - ich liebe dieses Bild!), abends dann ein Spiegel, der mir mein Gesicht gezeigt hat. Jetzt sollte ich müde sein, bin es aber nicht. Habe Geschichten im Kopf, schöne und schreckliche. Obwohl ich persönlich die Geschichten, die als schrecklich empfunden werden, wunderschön finde. Sterben ist nicht schlimm. Sterben ist Neuanfang. Der Tod ist Neuanfang. Und Neuanfang kann nicht schlecht sein.

Gibt es einen "Altanfang"? Gibt es die Möglichkeit, über die Angst zu siegen? Kann man/frau Angst annehmen als Teil des Lebens?

Es ist eine Sache, über selbstmörderische Seiltänzerinnen und Sternensucherinnen zu schreiben, aber herauszufinden, dass die Selbstmörderin in mir ist, ist eine Erkenntnis, die ich niemals gesucht habe, sondern die mich gefunden hat.

Für WörtlichnehmerInnen: Nein, ich habe keinerlei Suizidgedanken, ganz im Gegenteil! Mein Leben ist auf einmal wieder bei mir. Nicht immer, aber meine Gedanken können endlich wieder herumschweifen, unzensiert, jedenfalls solange niemand Rechenschaft verlangt. Leben kann spannend sein, aufregend, wie ein großer Fisch, der einfach nicht geangelt werden will. Der Gräten hat. Der sich wehrt gegen das Sterben und der selbst im Tod noch versucht, ungenießbar zu sein.

Werde ich mich auf den morgigen Tag konzentrieren können mit all diesen Bildern im Kopf? Ja, denn ich spiele mein Leben! Und ich wäre dankbar für gute B-Noten.

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