Heute früh, kurz vor fünf wars, hatte ich noch sehr viele Ideen im Kopf, die dringend weiterverfolgt werden wollten. Dann habe ich gesnoozt. Mich in und mit meiner Bettdecke verknäuelt im Gedanken an Wärme, obwohl mir überhaupt nicht kalt war. Den Vögeln zugehört und meinen Tag geplant. Ich gebe heute vier Stunden Kurs am Stück und bin gespannt, wie mich der Abend finden wird. Mein Energiepegel sagt eigentlich: "Liebes Kind, Du brauchst Urlaub!", meine Beine sagen "Lauf, Du bist doch fit!", und in meinem Kopf ist eine semiangenehme Leere. Nein, keine richtige Leere, mehr so eine Luftblase, die sich so aufgepustet hat, dass ich das Gefühl habe, es sei etwas drin in meinem Kopf, obwohl da eigentlich gar nichts ist. Wer spricht?
Ich bin immer sehr interessiert an dem, was ich schreibe, weil ich ja vorher meist noch nicht weiß, was ich schreiben werde. Wenn ich dann lese, was ich gedacht habe, erschließt sich mir manchmal sogar, welcher meiner Anteile sich da gerade zu Wort gemeldet hat. Heute scheint meine innere Verwirrte zu Wort kommen zu wollen. Ich schweife, bin unflüssig, schaue zwischendurch auf meine Finger oder einfach so rum. Habe immer noch kein richtiges Thema im Kopf. Was mich gerade jetzt umtreibt ist die Frage, was ein Leser/eine Leserin empfindet, wenn sie etwas lesen, von dem nicht einmal die Autorin sagen kann, was es werden soll, wenn es einmal fertig ist. Vielleicht wird es ja nicht einmal fertig?
Kurze AndenFingernspielUnterbrechung.
Nachdem ich vorgestern noch mein Näschen gerümpft habe über Exzesse bei irgendwelchen Burgerbrätern, habe ich gestern höchst unayurvedisch 900 ml Langnese Cremissimo (Vanille-Eierlikörgeschmack mit Schokostreuseln) vertilgt, 800 ml am Stück, den Rest dann irgendwann später. Die Damen, die sich in meine Box-Condition getraut haben, mussten unter den Folgen meines schlechten Gewissens leiden und hatten am Ende der Stunde eine mehr als nur gesunde Hautfarbe. Und ich habe jetzt Muskelkater und Gegrummel im Bauch, eisbedingtes, aber auch weil ICH MICH über MICH sehr ärgere. Ein Tripleärger sozusagen. Die Fressorgie stand nämlich unter dem Motto: "Ich hatte eine anstrengende Woche, ein lehrreiches, aber ebenso anstrengendes Wochenende, und jetzt tue ich mir Gutes." Ein Spaziergang, Salat und etwas Bitterschokolade wären die bessere Wahl gewesen. Merken. Fürs nächste Mal.
Bevor ich jetzt meinen wirren Anteil weiter strapaziere und mit peinlich berührter Miene zusehe, wie er irgendwelchen Blödsinn zusammenschreibt, schicke ich ihn unter die Dusche. Wenn ich es schaffe, mich von meinem Schreibtischhocker zu erheben, gehe ich gleich mit. Frühstück wäre auch nicht schlecht.
Allen Verwirrten, Verstörten, irgendwie nicht Beisichseienden, unter dem Regen leidenden, Überanstrengten, Urlaubsreifen oder sonstwie leicht Gehandicapten wünsche ich viel Energie für den Tag!
Ich bin immer sehr interessiert an dem, was ich schreibe, weil ich ja vorher meist noch nicht weiß, was ich schreiben werde. Wenn ich dann lese, was ich gedacht habe, erschließt sich mir manchmal sogar, welcher meiner Anteile sich da gerade zu Wort gemeldet hat. Heute scheint meine innere Verwirrte zu Wort kommen zu wollen. Ich schweife, bin unflüssig, schaue zwischendurch auf meine Finger oder einfach so rum. Habe immer noch kein richtiges Thema im Kopf. Was mich gerade jetzt umtreibt ist die Frage, was ein Leser/eine Leserin empfindet, wenn sie etwas lesen, von dem nicht einmal die Autorin sagen kann, was es werden soll, wenn es einmal fertig ist. Vielleicht wird es ja nicht einmal fertig?
Kurze AndenFingernspielUnterbrechung.
Nachdem ich vorgestern noch mein Näschen gerümpft habe über Exzesse bei irgendwelchen Burgerbrätern, habe ich gestern höchst unayurvedisch 900 ml Langnese Cremissimo (Vanille-Eierlikörgeschmack mit Schokostreuseln) vertilgt, 800 ml am Stück, den Rest dann irgendwann später. Die Damen, die sich in meine Box-Condition getraut haben, mussten unter den Folgen meines schlechten Gewissens leiden und hatten am Ende der Stunde eine mehr als nur gesunde Hautfarbe. Und ich habe jetzt Muskelkater und Gegrummel im Bauch, eisbedingtes, aber auch weil ICH MICH über MICH sehr ärgere. Ein Tripleärger sozusagen. Die Fressorgie stand nämlich unter dem Motto: "Ich hatte eine anstrengende Woche, ein lehrreiches, aber ebenso anstrengendes Wochenende, und jetzt tue ich mir Gutes." Ein Spaziergang, Salat und etwas Bitterschokolade wären die bessere Wahl gewesen. Merken. Fürs nächste Mal.
Bevor ich jetzt meinen wirren Anteil weiter strapaziere und mit peinlich berührter Miene zusehe, wie er irgendwelchen Blödsinn zusammenschreibt, schicke ich ihn unter die Dusche. Wenn ich es schaffe, mich von meinem Schreibtischhocker zu erheben, gehe ich gleich mit. Frühstück wäre auch nicht schlecht.
Allen Verwirrten, Verstörten, irgendwie nicht Beisichseienden, unter dem Regen leidenden, Überanstrengten, Urlaubsreifen oder sonstwie leicht Gehandicapten wünsche ich viel Energie für den Tag!
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