30 Mai 2007

Mehr Elfchen

Mutter
das ist

Schmerz und Trauer.
Ich finde keinen Frieden.
Einsamkeit.


Einsamkeit
fühle ich,
auf der Suche
nach einer fremden Liebe.
Vergeblichkeit.

Vergeblichkeit
findet sich
in jedem Glas,
das ich mir nehme.
Scherben.

Scherben
eines Lebens,
aufopferungsvoll und treu.
Du beteuerst es mir.
Ungläubigkeit.

Ungläubigkeit
beim Gedanken
an eine Liebe,
bedingungslosen Glauben an mich.
Lüge.

Lüge
falsche Wahrheit
nicht ausgesprochene Gedanken
so tun als ob.
Schutzmechanismen.

Undsoweiter. Stundenlang könnte ich weitermachen, und das gibt mir ein gutes Gefühl. Denn wenn ich das kann, kann ich auch Anna zu einem Ende verhelfen, kann meine Geschichte über die Mutter und die Tochter, die aneinander gekettet sind und sich irgendwann gegenseitig töten werden, zuende schreiben. Ein Schmetterling, der in der heissen Wüstensonne zu einem Adler wird und sich irgendwann mit gebrochenen Schwingen auf einem dieser wunderschönen Felsen zu Tode stürzt, um von anderen Raubvögeln gefressen zu werden und vielleicht weiter zu leben. Ängstlich, aber voller Zuversicht.

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