04 Juni 2007

Dinge eben

Es gibt Dinge, die zu geschehen scheinen, ohne dass man einen Einfluss darauf hat. Wer ist "man"? Ich bin "man". Früher war es der- bzw. diejenige, die tat, worauf die Umwelt ein Anrecht zu haben glaubte: Ordentlich, höflich, verbindlich sein, auf Feiern gehen, die Lebenszeit gestohlen haben, weil es erwartet wurde, auf gar keinen Fall spontan, und bitte keine Witze!

"Man" heute abend ist irgendwie anders, keine Party, kein Spaß, aber Alkohol in ausreichender Menge. Deswegen ein ganz klitzekleines bisschen angetüttert, nichtsdestotrotz unglaublich kreativ. Es sprudelt vor Geschichten. Der Averna sprudelt auch. Natürlich ist das gelogen. Erstens sprudelt Averna nicht, und zweitens ist er zu teuer für schlichte Fitnesstrainerinnen. Mein Averna heisst anders. Aber das Eis ist das gleiche. Im Melitta-Beutel, Wasser rein und ab ins Gefrierfach.

Manchmal ist das Zehnfingerschreibmaschinensystem etwas lästig, MAN braucht nur einmal zu verrutschen, und der ganze Satz, die gesamte Aussage sind entstellt. Es geht mir nicht schlecht. Habe nur tausend Ideen im Kopf, die nicht realisierbar scheinen. Und an manchen Tagen scheinen die Träume eben nicht zu motivieren, sondern zu desillusionieren. Aber ich kann mich auf mein Gefühl verlassen. Gut so. Bin ich destruktiv? Nein, das war die Kakerlake! Andererseits - wenn eine Kakerlake sich erhofft, nicht nur Mensch zu werden, sondern auch die Liebe eines Blauäugigen gewinnen zu können, was könnte ich, die Kakerlakenhasserin, dann erreichen, wenn ich es nur endlich versuchte?

Ich wäre gern entspannt. Voller Vorfreude und Optimismus. Möglicherweise ist es aber besser, nur bis zum nächsten Fußtritt zu denken?

Destruktiv? Nein!

Und bei allem Verständnis finde ich Kakerlaken noch immer eklig.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen