01 Oktober 2007

Hochzeitstag

Was schenkt eine arbeitslose Autorin? Liebes- bzw. Heiratsgedichte, stilgerecht auf zwei Flaschen Nörten-Hardenberger Pils aufgeklebt in der Hoffnung, dass sie nicht versehentlich beim Altglas landen.


Alles Liebe!

20 Jahre...

Weil es schon immer so war?

Man kennt sich.

Eben.

Man weiß, was kommen könnte.

Schon längst.

Liebe?

War lange nicht mehr im Gespräch.

Kinder?

Wie?

Möglicherweise ist es Vertrautheit.

Möglicherweise ist es Vertrauen.

Möglicherweise ist es Sicherheit.

Möglicherweise ist es

das Ende

einer Suche.

Liebe.




Und noch’n Hochzeitsgedicht

Zwanzig Jahre ist es her,

da habt Ihr Euch getroffen.

Die Liebe wuchs, das freut uns sehr

und lässt auf eine Zukunft hoffen.

Und jetzt, als altes Ehepaar,

da habt Ihr Euch entschieden:

Wir geh’n zum Standesamt und sagen „JA!“,

weil wir uns so sehr lieben.

Doch statt zu feiern solltet Ihr

jetzt rasch ins Bett verschwinden.

Wir bleiben hier und trinken Bier

und was wir sonst noch finden.

Ob eins, ob zwei, ob drei, ob vier,

für Kinder muss man vögeln.

Wenn’s klappt, dann gratulieren wir.

Gefeiert wird in Oegeln.*



*Oegeln gibts wirklich - ist in Neubrandenburg. Ich habe "ögeln" gegoogelt, weil mir auf v... einfach kein Reim einfallen wollte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen