12 Oktober 2007

Rettet das Mutterkreuz! oder Wie wir einer doofen Blondine bei ihren verzweifelten Denkversuchen zuschauen

Nein, ich habe das Werk der betreffenden Dame NICHT gelesen und werde das auch nicht tun!

Nein, ich will mich nicht in die Schar derer einreihen, die aus Publicitygründen die geistige Flatulenz einer ehemaligen Nachrichtenvorleserin ernst zu nehmen vorgeben.


Und nein, ich habe auch nichts gegen Hausfrauen und Mütter!


Im Dritten Reich „sind auch Autobahnen gebaut worden – und auf denen fahren wir heute auch drauf.“


Hat sie gesagt. Live. Bei unserem Oberintelligenzbolzen Johannes B. Das ist der mit dem betroffenen Gesicht und der Geflügelwurst, die ihm seine ehemals als Hockeyspielerin erfolgreiche Angetraute immer aufs Brot gibt, weil nämlich "der Johannes sonst gaaaar nichts isst." Was also ausgerechnet der dagegen einzuwenden hat, das Weib wieder an seinen angestammten Platz zurück zu scheuchen, ist mir ein Rätsel. Wenn das Weib dann beruflich noch so erfolgreich ist wie besagte Blondine und nur so tut, als stünde es am Herd, während es eigentlich durch die Weltgeschichte karjohlt und Selbstgeschriebenes verkauft, ist doch alles gut.



Ich habe ja bekanntermaßen keinen Fernseher. Trotzdem ist es nicht möglich, mich dem Medienrummel um Frau H. zu entziehen. Selbst bei Google-News erhält sie täglich mindestens eine Schlagzeile.


Im Dritten Reich "sind auch Autobahnen gebaut worden - und auf denen fahren wir heute auch drauf."

Mache ich mich der Arroganz verdächtig, wenn ich weitere Aussagen einer Person, die in rudimentärem Deutsch Selbstverteidigungsphrasen der "Aber nicht alles, was Adolf gemacht hat, war böse!"-Fraktion drischt? Ist meine Haltung, mich 30 Jahre nach Erscheinen der Erstausgabe der EMMA nicht mehr mit katholischen Rollenklischees auseinandersetzen zu wollen, antiquiert? Sind wir möglicherweise gar nicht emanzipiert, sondern warten verzweifelt auf den Ernährer, dem wir dann ein gemütliches Heim bereiten und Kinder schenken dürfen? Diskutieren wir deshalb ernsthaft und seit einigen Wochen über Thesen, die Bischof Mixa zu Beifallsrufen animieren? (Für Vergessliche: Das ist der katholische Herr, der fand, dass man Frauen zu Gebärmaschinen degradiert, wenn man dafür sorgt, dass sie ihren Nachwuchs betreuen lassen können, während sie ihrer grundgesetzlich zugesicherten Berufstätigkeit nachgehen.)



Ich kürze die Diskussion ab und unterbreite dem/der geneigten LeserIn die folgenden Vorschläge:

  1. Frau H. hält endlich die Klappe, geht nach Hause, legt sich auf den Rücken und kommt ihrer natürlichen Aufgabe nach.
  2. Wir (die berufstätigen, intelligenten Frauen mit oder ohne Kinder) hören sofort damit auf, für Geld zu arbeiten, gehen nach Hause, legen uns auf den Rücken und kommen unserer natürlichen Pflicht nach.
  3. Herr Kerner hält die Klappe, geht nach Hause und legt sich auf seine Frau. Wurstbrot gibt's dann später.
  4. Bischof Mixa hält die Klappe, geht nach Hause, legt sich auf den nächsten Chorknaben und kommt seiner natürlichen Neigung nach.
  5. Frau Schreinemakers läuft nach Hause, hält die Klappe und sucht sich einen fähigen Stimmcoach.
  6. Herr Barth hält die Klappe, fährt nach Hause, übt noch ein paar Grimassen, räumt 30 Paar Schuhe weg und legt sich dann auf seine Frau, damit die ihrer natürlichen Pflicht nachkommen kann.
  7. Frau Berger hält die Klappe und geht in Rente, denn sie ist deutlich über 50 und hat ihre natürliche Aufgabe erfüllt.
  8. Ich halte jetzt die Klappe, verlasse den Herd und gehe meiner selbstgewählten Bestimmung nach.

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