Gerade stelle ich erstaunt fest, dass ich mich in lyrischer Form gegenwärtig wesentlich besser ausdrücken kann als in Prosa. Schade nur, dass es für den/die LeserIn recht anstrengend oder besser: fordernd ist. Hinter Lyrik kann ich mich verstecken, habe immer die Möglichkeit zu behaupten: "Das habe ich doch überhaupt nicht gemeint!" Lyrik lässt Interpretationsmöglichkeiten. Viele.
Trotzdem bin ich novemberabschließend prosaisch.
Weihnachten lauert in einer dunklen Ecke (Ist geklaut, bei "Harry und Sally" lauerten statt Weihnachten die Vierzig. Das lasse ich unkommentiert...), alles stürzt sich in den Einkauf, es ist recht kühl, und der Wind beißt. Eine Mischung aus Graupel und Regen prasselt aufs Dachfenster, macht mir die Wärme drinnen bewusst.
Eigentlich ist Weihnachten schön. Gut, die Feiertage selbst sind eine Fress-, Trink- und Herumfahrorgie, jedenfalls im Normalfall. Aber die Zeit vorweg, wenn man sich freispricht von hektischem Geschenkekauf und sich stattdessen die Erlaubnis erteilt, die vorweihnachtlichen Dekorationen in allen Formen zu genießen, bei Kerzenlicht und Aromaöl in der Badewanne Eierlikör zu trinken, wenn man sich einbuddelt in der Wärme der eigenen Wohnung, früh ins Bett geht, um noch ein wenig Paulo Coelho zu lesen, wenn man auf einmal in Gedichten und schönen Worten schwelgt, weil draussen nichts zu tun oder zu verpassen ist, diese Zeit ist Gewinn, Ruhe und irgendwie auch sehr viel Liebe. Vielleicht nicht die Liebe zu einem einzelnen Menschen, aber zum Ganzen.
Werde ich gerade sentimental? Ja!!! Ich denke an alle, die nicht mehr bei mir sind und die ich sehr geliebt habe. Ich bin bei denen, die ich liebe. Und ich bin bei mir.
Wenn Sie es irgendwie einrichten können: Hören Sie auf, einzukaufen. Setzen Sie sich an einen schönen, ruhigen, gemütlichen Platz. Legen Sie Ihre Lieblings-CD ein. Vielleicht noch ein paar Kerzen? Die Heizung aufgedreht? Haben Sie ein Dachfenster? Dann könnten Sie das Prasseln des Regens genießen. Wenn nicht, genießen Sie eben etwas Anderes.
Und vielleicht mögen Sie den einen oder anderen Gedanken daran nicht verschwenden, dass Weihnachten eben auch Liebe ist. Liebe kann man nicht kaufen. Liebe kann man nicht einpacken. Um Liebe kann man keine Schleife machen. Liebe ist am Kontostand nicht erkennbar. Liebe kann man nur verschenken, schleifchenfrei.
Ich weiss nicht, was Sie sich wünschen. Ich wünsche mir Liebe. Und die Zeit, sie zu genießen.
Trotzdem bin ich novemberabschließend prosaisch.
Weihnachten lauert in einer dunklen Ecke (Ist geklaut, bei "Harry und Sally" lauerten statt Weihnachten die Vierzig. Das lasse ich unkommentiert...), alles stürzt sich in den Einkauf, es ist recht kühl, und der Wind beißt. Eine Mischung aus Graupel und Regen prasselt aufs Dachfenster, macht mir die Wärme drinnen bewusst.
Eigentlich ist Weihnachten schön. Gut, die Feiertage selbst sind eine Fress-, Trink- und Herumfahrorgie, jedenfalls im Normalfall. Aber die Zeit vorweg, wenn man sich freispricht von hektischem Geschenkekauf und sich stattdessen die Erlaubnis erteilt, die vorweihnachtlichen Dekorationen in allen Formen zu genießen, bei Kerzenlicht und Aromaöl in der Badewanne Eierlikör zu trinken, wenn man sich einbuddelt in der Wärme der eigenen Wohnung, früh ins Bett geht, um noch ein wenig Paulo Coelho zu lesen, wenn man auf einmal in Gedichten und schönen Worten schwelgt, weil draussen nichts zu tun oder zu verpassen ist, diese Zeit ist Gewinn, Ruhe und irgendwie auch sehr viel Liebe. Vielleicht nicht die Liebe zu einem einzelnen Menschen, aber zum Ganzen.
Werde ich gerade sentimental? Ja!!! Ich denke an alle, die nicht mehr bei mir sind und die ich sehr geliebt habe. Ich bin bei denen, die ich liebe. Und ich bin bei mir.
Wenn Sie es irgendwie einrichten können: Hören Sie auf, einzukaufen. Setzen Sie sich an einen schönen, ruhigen, gemütlichen Platz. Legen Sie Ihre Lieblings-CD ein. Vielleicht noch ein paar Kerzen? Die Heizung aufgedreht? Haben Sie ein Dachfenster? Dann könnten Sie das Prasseln des Regens genießen. Wenn nicht, genießen Sie eben etwas Anderes.
Und vielleicht mögen Sie den einen oder anderen Gedanken daran nicht verschwenden, dass Weihnachten eben auch Liebe ist. Liebe kann man nicht kaufen. Liebe kann man nicht einpacken. Um Liebe kann man keine Schleife machen. Liebe ist am Kontostand nicht erkennbar. Liebe kann man nur verschenken, schleifchenfrei.
Ich weiss nicht, was Sie sich wünschen. Ich wünsche mir Liebe. Und die Zeit, sie zu genießen.
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