Das ist ein Film, auch wenn es der Titel eines Volkshochschulkurses sein könnte. Die Handlung ist auf den ersten Blick unspektakulär: Eine Politesse und eine Gynäkologin, beide knapp über vierzig, treffen anlässlich eines Strafzettels aufeinander. Sie beschimpfen sich.
Die Politesse führt ein recht langweiliges Leben mit ihrer fast erwachsenen Tochter, nachdem sie irgendwann vorher von ihrem Mann verlassen wurde. Die Gynäkologin wohnt der Hochzeit ihres Sohnes bei und lässt sich von ihrem Mann scheiden.
Zum zweiten Mal stoßen sie in der Praxis der Gynäkologin aufeinander, wo die Politesse sich zum ersten Mal seit 10 Jahren untersuchen lässt und extrem verklemmt ist.
Das dritte Treffen findet in einer Diskothek namens "Heartbreak Hotel" statt, die die Gynäkologin regelmäßig besucht und die Politesse zum ersten Mal.
Sie befreunden sich. Sie gehen gemeinsam weg. Sie tanzen, sie lachen, sie saufen und versuchen, Männer aufzureissen. Nicht sehr erfolgreich.
Großartige Dialoge. Als ebenfalls knapp über Vierzigjährige kann ich sehr vieles sehr gut nachvollziehen. Darf ich überhaupt noch in eine Disko gehen, wenn ich damit den Altersdurchschnitt um 10 Jahre nach oben treibe? Wann wird mich der oder die Erste fragen, ob ich zum Tanzen oder zum Sterben gekommen bin?
Nein, ich finde knapp über vierzig überhaupt nicht alt! Aber die meisten deutschen Arbeitgeber finden das, und in der Politik reden knapp über 60-jährige darüber, wie man die älteren und chancenlosen Langzeitarbeitslosen über 35 wieder in Arbeit bekommt.
Ich tanze gern, ich lebe gern, und ich fühle mich auch nicht ansatzweise knapp über vierzigjährig. Ganz im Gegenteil: Wenn ich manche knapp über 20-jährigen sehe und höre, bin ich sehr gern knapp über vierzig. Wirklich.
Zurück zum Film: Ich glaube nicht an Zufälle. Und daher war es auch kein Zufall, dass ich ausgerechnet heute genau diesen Film zusammen mit einer mir sehr wertvollen Frau geschaut habe, die ich seit mittlerweile mindestens vier Jahren (oder sogar noch länger) kenne. Und es ist kein Zufall, dass es in diesem Film um Neuanfang geht, um Trotz, um Lebenwollen, obwohl von aussen die Bremse gezogen wird. Es ist ganz sicher kein Zufall, dass die Männer in diesem Film recht traurige Gestalten sind, unzuverlässig, wild in der Gegend herumvögelnd und mit gespaltener Zunge sprechend, wie die Sioux sagen. Oder die Mohikaner.
Am Ende des Films lässt sich die Politesse scheinbar wieder auf ihren angeblich gestorbenen Mann ein, der für sie gestorben ist, seit er sie betrogen hat. Eigentlich will sie ihn wieder heiraten, um ihr altes Leben zurück zu bekommen.
Tut sie aber nicht. Sie steigt stattdessen in den 307CC der Gynäkologin, offen, weil schwedischer Sommer, und entscheidet sich für Urlaub und Tanzen. Gute Entscheidung, denke ich.
Tanzen ist immer gut. Urlaub sowieso.
Das will ich nicht unterschlagen: Mitten im Film schenkt die Gynäkologin der Politesse einen Vibrator, und diese erlebt kurz darauf ihren ersten Orgasmus.
Die Politesse führt ein recht langweiliges Leben mit ihrer fast erwachsenen Tochter, nachdem sie irgendwann vorher von ihrem Mann verlassen wurde. Die Gynäkologin wohnt der Hochzeit ihres Sohnes bei und lässt sich von ihrem Mann scheiden.
Zum zweiten Mal stoßen sie in der Praxis der Gynäkologin aufeinander, wo die Politesse sich zum ersten Mal seit 10 Jahren untersuchen lässt und extrem verklemmt ist.
Das dritte Treffen findet in einer Diskothek namens "Heartbreak Hotel" statt, die die Gynäkologin regelmäßig besucht und die Politesse zum ersten Mal.
Sie befreunden sich. Sie gehen gemeinsam weg. Sie tanzen, sie lachen, sie saufen und versuchen, Männer aufzureissen. Nicht sehr erfolgreich.
Großartige Dialoge. Als ebenfalls knapp über Vierzigjährige kann ich sehr vieles sehr gut nachvollziehen. Darf ich überhaupt noch in eine Disko gehen, wenn ich damit den Altersdurchschnitt um 10 Jahre nach oben treibe? Wann wird mich der oder die Erste fragen, ob ich zum Tanzen oder zum Sterben gekommen bin?
Nein, ich finde knapp über vierzig überhaupt nicht alt! Aber die meisten deutschen Arbeitgeber finden das, und in der Politik reden knapp über 60-jährige darüber, wie man die älteren und chancenlosen Langzeitarbeitslosen über 35 wieder in Arbeit bekommt.
Ich tanze gern, ich lebe gern, und ich fühle mich auch nicht ansatzweise knapp über vierzigjährig. Ganz im Gegenteil: Wenn ich manche knapp über 20-jährigen sehe und höre, bin ich sehr gern knapp über vierzig. Wirklich.
Zurück zum Film: Ich glaube nicht an Zufälle. Und daher war es auch kein Zufall, dass ich ausgerechnet heute genau diesen Film zusammen mit einer mir sehr wertvollen Frau geschaut habe, die ich seit mittlerweile mindestens vier Jahren (oder sogar noch länger) kenne. Und es ist kein Zufall, dass es in diesem Film um Neuanfang geht, um Trotz, um Lebenwollen, obwohl von aussen die Bremse gezogen wird. Es ist ganz sicher kein Zufall, dass die Männer in diesem Film recht traurige Gestalten sind, unzuverlässig, wild in der Gegend herumvögelnd und mit gespaltener Zunge sprechend, wie die Sioux sagen. Oder die Mohikaner.
Am Ende des Films lässt sich die Politesse scheinbar wieder auf ihren angeblich gestorbenen Mann ein, der für sie gestorben ist, seit er sie betrogen hat. Eigentlich will sie ihn wieder heiraten, um ihr altes Leben zurück zu bekommen.
Tut sie aber nicht. Sie steigt stattdessen in den 307CC der Gynäkologin, offen, weil schwedischer Sommer, und entscheidet sich für Urlaub und Tanzen. Gute Entscheidung, denke ich.
Tanzen ist immer gut. Urlaub sowieso.
Das will ich nicht unterschlagen: Mitten im Film schenkt die Gynäkologin der Politesse einen Vibrator, und diese erlebt kurz darauf ihren ersten Orgasmus.
Schwedisch für Anfänger,
AntwortenLöschendas ist auch ein Appell
an das Leben: Carpe diem!
Die vielen traurigen Gedanken
der letzten Posts -
ich hoffe, Du hast viele Leser und
Leserinnen, aber niemand
kommentiert(!?) -
bewegen mich zu diesem Comment:
Ich wünsche Dir alles Schöne
und die Wärme, die Dir gut tut,
das Träumen, das aufbaut,
ein Erinnern, das ermutigt,
den Mut, der Dich beflügelt,
und.........
Es ist immer ein Gewinn, wenn
ich auf Deine Seite gehe,
und bisweilen hoffe ich auf
neue 'Kreta-Gedanken' -
alles Gute, Xenos