Meine beste und älteste Freundin heiratet! Übermorgen! Weil sie schwanger werden will. Da ist sie jetzt seit 20 Jahren mit diesem einen Mann zusammen, und nach all den Krisen, Dramen, Lieblosigkeiten und Gewohnheiten beschliessen sie jetzt, ein Kind haben zu wollen.
Heute vormittag habe ich "Ein Song für Dich" gesehen. Zwei Menschen mit ähnlichen Interessen haben sich gefunden und ein Lied geschrieben. Ist ja nichts anderes, als ein gemeinsames Kind in die Welt setzen zu wollen.
Das führt mich zu der Frage, was ich in die Welt setze. Morgen zwei kurze Geschichten, die keine Spuren hinterlassen werden. Und später?
Es ist immer ernüchternd, wenn man (oder frau, für die FeministInnen) sich vor Augen führen muss, dass nichts von Dauer ist. Es ist traurig, sich bewusst zu machen, dass man (oder frau - für die FeministInnen) nichts weiter ist als ein Fliegenschiss im Universum.
Möglicherweise ist es sogar deprimierend, mitten im Herbst herauszufinden, dass richtig genommen nichts wirklich interessant ist. Man (oder frau) lebt, stirbt, verwest. Übrig bleibt eine Inschrift auf einem mehr oder weniger hübsch aussehenden Stein und mit etwas Glück der eine oder andere Gedanke. Punkt.
Aber da war diese Hochzeit. Und dieser unglaubliche Mut, Kinder zu bekommen. Alles Gute!