03 Januar 2008

Gute Nachrichten

Laut einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung sind die Beamten die glücklichsten Deutschen. Das ist schön.
Überhaupt ist die Mehrheit der Deutschen glücklich. Das ist eine besonders gute Nachricht.
Auf dem Arbeitsmarkt sieht es großartig aus. Das freut mich.
Die vor 250 Jahren ausgestorbenen Wisente sind irgendwie wieder lebendig geworden und sollen möglichst schnell wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Damit konnte man nicht rechnen, umso erfreulicher ist es.
Eva Herrmann verzeiht Johannes B. Kerner. Da musste ich schon wieder sehr lange weinen, diesmal vor Glück.
Der Preis für ein Barrel Öl, der noch vor ca. 6 Monaten bei 60 Dollar lag und sich inzwischen auf 100 Dollar hochgearbeitet hat, wird nach Expertenmeinung bis auf 200 Dollar in ein paar Jahren steigen. Auch das ist, wenn auch erst auf den zweiten Blick, eine gute Nachricht, wird doch der hohe Preis zu einem weiteren Anstieg des Benzin- und Dieselpreises an den Tankstellen führen, mehr Menschen werden entweder auf das Fahrrad, Biokraftstoffe oder Öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Das Fahrradfahren wird wegen der dann zu erhebenden Fahrradsteuer zu einer weiteren Einnahmequelle für die jeweils amtierende Regierung und garantiert uns glückliche PolitikerInnen, außerdem ist es denkbar umweltschonend und sorgt ganz nebenbei noch dafür, dass die immer fetter werdenden Deutschen wieder abnehmen und damit das Gesundheitssystem entlasten. Auch die Kinder haben weniger Zeit für Ballerspiele, weil sie so lange mit Fahrrad oder Bus und Bahn unterwegs sind. Biokraftstoffe machen uns von den bösen ölexportierenden Ländern unabhängig, und vielleicht erwägt sogar der aktuelle US-Präsident (oder die Präsidentin, je nachdem, wer das Rennen macht), die Aggressionen gegen diese Staaten einzustellen, weil das Öl ja nicht mehr benötigt wird. Bin Laden verschwände in der Versenkung, und niemand scherte sich mehr um die Scharia, was dazu führen würde, dass sich die extremen Islamisten gegenseitig so dezimierten, dass man sich um eine mögliche Bedrohung durch den Islam keine Sorgen mehr machen müsste. Die Frauen sind wegen Einkaufs ohne männliche Begleitung mehrheitlich gesteinigt worden und können keinen Nachwuchs mehr produzieren, und die Selbstmordattentäter irren auf der Suche nach den vermaledeiten Jungfrauen hilflos durchs Paradies.
Öffentliche Verkehrsmittel tragen zur Streikkultur bei, weil ja jeder einzelne dort beschäftigte Berufszweig bzw. die dazugehörigen Gewerkschaftsbosse zwecks Postenerhalt einen eigenen Tarifvertrag erstreiken wird, das wiederum führt zu erhöhter Kommunikation unter den auf die Bahn Wartenden. Kommunikation macht glücklich.
All das hat möglicherweise zur Folge, dass wir uns wieder um unsere Kinder kümmern, statt sie bestenfalls vor dem Fernseher zu parken oder sie schlimmstenfalls verhungern zu lassen oder gleich in der Tiefkühltruhe zu verstecken.

Alles könnte gut werden. Wisentherden galoppieren durch unsere Wälder, die Eisbären finden wieder genügend Schollen, auf denen sie herumspringen können, die Steuermittel fließen, was dazu führen würde, dass in den Neuen Bundesländern endlich die Landschaften blühen und die NPD wieder abgewählt werden kann, weil dann auch CDU oder SPD für ausreichend Bananen, Sportplätze und Jugendzentren sorgen.
Und irgendwo, ganz hinten in Brandenburg, wird es ein kleines, eingezäuntes Gebiet geben, in denen männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund ihr Gnadenbrot erhalten, vorausgesetzt, sie können backen.

Ja, konzentrieren wir uns auf die guten Nachrichten, spinnen wir den Faden weiter, lächelnd und frohlockend, kuscheln wir uns in Trance!

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