18 Februar 2008

Träume

Gerade habe ich für einen Moment innegehalten. Es ist recht schwer, das, was man gerade tut, zu unterbrechen, um über Träume nachzudenken. Machen geht schließlich viel besser. Machen heisst auch, nicht allzuviel denken zu müssen. Ich habe ein gemachtes Wochenende hinter mir. Habe machen lassen. Das hinterlässt Trauer. Trauer um nicht gelebte Stunden, Trauer um verlorene Zeit, die wichtig werden könnte, wenn Zeit knapp wird.
Was genau hindert uns daran, zu tun, was wir uns erträumen? Träumen wir nicht farbig genug? Sind unsere Träume zu wenig erstrebenswert? Vergessen wir sie immer wieder?

Ich kann hier nicht von den Träumen anderer Menschen reden, nur von meinen. Sie sind klar und deutlich vor meinem inneren Auge, und doch lasse ich sie viel zu oft ausser Acht. Bin nicht achtsam, wenn es um Träume geht. Verlaufe mich im Alltäglichen, lasse zu, dass mir meine Energie verloren geht irgendwo in den Weiten von Liebe, Loyalität, Lebensaufgaben und anderen L's.

Eigentlich weiss ich, wo ich sein will. Eigentlich sehe ich meinen Traum sehr deutlich. Eigentlich ist er nicht einmal sehr weit entfernt. Eigentlich könnte ich ihn mit einem geliebten Menschen leben.

Eigentlich.

Tun Sie das nicht. Lassen Sie nicht zu, am Ende Ihres Lebens feststellen zu müssen, dass Sie Ihr Leben mit Rest gefüllt haben statt den Rest mit Leben! Rennen Sie! Öffnen Sie Ihre Augen für das, was Sie irgendwann einmal geträumt haben - vielleicht möchte es nur gefunden werden.

Nachrichten sind Worte.
Pläne sind Worte. Steuererklärungen sind Zahlen. Kontoauszüge sind Zahlen. Nichts wert. Nicht einmal mehr Papier.

Gehen Sie los, wohin auch immer. Suchen Sie. Vielleicht gibt es etwas zu finden.

Warum ich das sage? Worte. Zahlen. Ich habe mich noch nicht sehr weit bewegt.

Aber ich träume noch immer.

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