15 Juni 2010

Kraftworte

Können
Ridigität.
Albernheit.
Freude.
Toleranz.
Wehmut.
Offenheit.
Ratlosigkeit.
Treue.
Einsamkeit.

Erkenntnisse und Veränderung in Erwartung der Sommersonnenwende

"Alles bleibt anders." sang einst Herr Grönemeyer. Ich singe besser nicht. Ist so auch schon schlimm genug.

Kennen Sie das? Auf einmal, ohne Vorwarnung, platzt eine Erkenntnis in Ihr Gehirn, und Sie müssen ihr gehorchen? Denn diese Erkenntnis ist voller Vernunft, Verheißung, Verliebtheit in sich selbst. Zeigt Ihnen, warum Sie bisher getan und gedacht haben, was Sie bisher getan und gedacht haben. Ist sozusagen die Quintessenz all Ihrer Kämpfe.
Was tun?
Die Erkenntnis willkommen heißen und tun, was sie sagt?
Oder rasch wieder unter den Tisch zurück, die Ohren zuhalten und das Bier aus der Kiste holen?

Meine Erkenntnis hat sich angekündigt und war darum nicht beängstigend, sondern ermutigend. Sie hat gesagt, dass ich sein soll, wer ich sein will. Möglicherweise habe ich das in mühevollen Versuchs- und Irrtumsreihen herausgefunden und danke meiner Erkenntnis für ihre Geduld.

Es geht auf die Sommersonnenwende zu. Es wird mystisch. Es darf gezaubert werden. Kraftorte werden sichtbar, Göttinnen zeigen sich. Leben ist, überall.

LEBEN

Selbstbild

Sei
einmal
lebendig
bildhaft
schön
treu
besonders
in
Liebe
Dir SELBST.

14 Juni 2010

Lange, helle Nächte

Es dämmert noch immer. Die kürzeste Nacht bereitet sich darauf vor, zu sein.

Wie mag sich Polarlicht anfühlen? Ist es ein Spaziergang mitten in der Nacht, im Dämmerlicht, mit der besten Freundin und einem alten Hund?


Morgen wird es wieder hell sein. Ich wünsche etwas. Erfülle Erwartungen.

Doch wenn ich die Silhouetten der Bäume vor dem Halbdunkel sehe, kann ich es fühlen: Es sind MEINE Erwartungen!

Loslassend werde ich Freiheit spüren.

Buchstabensalat

Sonnnenuntergang, wunderschön.
Cicero könnte Recht gehabt haben.
Hannibal musste sein Versagen eingestehen.
Maria ist eine Lüge.
Erträumt von abhängigen Katholiken.
Ramses war Realität.
Zerrissen zwischen Liebe und Ziel.
Freiheit ist das Ergebnis,
Realität erzeugt Verspannungen,
Empathie ist ungewohnt.
Ich.

13 Juni 2010

Allen Sinnen entrückt

Kann Dich nicht sehen,
bist irgendwo.
Fort.

Kann Dich nicht hören,
rufst nicht an.
Keine Nachrichten.

Kann Dich nicht fühlen,
bist nicht bei mir.
Ein ferner Körper.

Kann Dich nicht riechen,
liegst nicht in meiner Nähe.
Erinnere Deinen Geruch nicht.

Kann Dich nicht schmecken,
bist auf einem fremden Buffet dekoriert.
Werde Dich nicht erreichen heute.

Galoppierender Wahnsinn

... kann sich auf unterschiedliche Weise ausdrücken. Wir erleben derzeit in Berlin eine besondere, wenn auch nicht unbekannte Form. Da wird mit Bonmots nur so um sich geworfen; Koaltitionspartner beschimpfen sich gegenseitig. Die einen sehen sich einer Rotte von Wildschweinen gegenüber, die anderen sind therapiebedürftig und die ganz Kleinen schmollen. "Wenn Ihr unsere Lobby nicht bedient, wählen wir Euren Präsidentschaftskandidaten nicht. Bätschi!"
Früher, zu antiautoritären Zeiten, wäre jetzt ein überzeugter Kriegsdienstverweigerer und Pazifist mit langen Haaren eingeschritten, hätte die Streithühnchen gebeten, sich gegenseitig einmal (Aber wirklich jeder nur einmal!) anzuspucken, und die Welt wäre wieder in Ordnung gewesen.
Das ist heute anders. Mama Merkel mahnt zwar bessere Manieren an, aber ob die Kurzbehosten dazu in der Lage sind, steht auf einem anderen Blatt.

Dabei hätten sie zur Zeit und während der nächsten vier Wochen die beste Gelegenheit, alles durchzusetzen, ohne dass ein sich in kollektiver Schwarz-Rot-Gold-Verblödung befindliches Volk es merken würde. Das merkt sich nämlich nur den nächsten Spieltag der deutschen Nationalmannschaft und die nächste Public-Viewing-Location. (Nicht, dass das einer der Fahnenträger korrekt aussprechen könnte...)

Das bringt mich zum nächsten Thema, ohne den Oberbegriff verlassen zu müssen.

Ich bin gerade durch Lrode gefahren. Das ist einerseits der Sitz einer berühmten Mosterei und andererseits so ein x-beliebieger Durchfahrtsort.
Bei meiner Durchfahrt bot sich mir folgdendes Bild: Mann, Mitte vierzig, Bierbauch, Deutschlandtrikot, -hut und in die Hose gestopfte -fahne, außerdem wildeste schwarzrotgoldene Kriegsbemalung im Gesicht, grenzdebiler Blick, steht an der Straße und schwankt. Ich mache sicherheitshalber einen großen Bogen um den Verirrten. "Was tut der während des Spiels auf der Straße? Ist schon Halbzeit? Hat Poldi ein Interview gegeben? Ist der Kaiser gestorben?"

Fragen über Fragen, die mir niemand beantworten wird.

Aber beim Anblick dieses Menschen, der möglicherweise gerade alles tut, was er am besten kann, verstärkt sich ein seit Jahren in meiner rechten Hirnhälfte ansässiger Gedanke: Ich sollte nach Griechenland auswandern.

09 Juni 2010

Es wetterleuchtet über meinem Kopf.
Ist schön.
Überhaupt war heute schön. Warm. Irre warm. Aber auch schön.
30 schmerzfreie Kilometer auf dem Fahrrad.
Vor ein paar Minuten aus dem Liegestuhl aufgestanden.

Manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn alles wehtut: Kleine Veränderungen werden dankbar aufgenomen.

Änderungsvorschläge selten. Bin Mensch. Ändere nur schwer. Wie Sie.

Angesichts heftigen Wetterleuchtens fällt es mir leichter; wenn ich glaube, das Leben meldet sich bei mir, freiwillig, möchte ich etwas für das Leben tun.

Denken. Fühlen. Das Leben und die dazugehörigen HauptdarstellerInnen umarmen.

08 Juni 2010

Glück ist...

... wenn eine taube Katze mit ihrem Milchtritt die nagelneue Sporthose ruiniert und um Adoption bettelt,
... wenn eine andere Katze ihr Fell auf meinem hinterlässt.

Glück ist,

... wenn aus schwülem Frühsommerwetter ein spätes Gewitter wird,
... wenn ich zum Himmel schaue und eine Lücke in den Wolken entdecke.

Glück ist

... ein Lächeln zum Weckerklingeln,
... der Blick auf Himmelsspiele.

Glück ist

... bei mir.
... immer, wenn ich mich öffne für Leben.

Für alles Leben.

Selbstlosigkeit im Amt

Kabinett verzichtet auf Erhöhung der Bezüge

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Berlin (dpa) - Angesichts des geplanten 80-Milliarden-Sparpakets verzichten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Regierung auf die Anhebung der eigenen Bezüge.

Da kann ich nur sämtliche Hüte ziehen und bin sicher, der/die gemeine ALG-II-Empfängerin wird es mir gleichtun, auf direktem Weg in die nächste Kirche laufen (für den Bus reicht das Geld wahrscheinlich nicht mehr) und den Opferwilligen eine Kerze anzünden.

Für Bundesbeamte soll der im Februar erzielte Tarifabschluss für die Angestellten des öffentlichen Dienstes zwar wie geplant übernommen werden. Jedoch forderte die Bundesregierung den Bundestag jetzt auf, die Minister und Parlamentarischen Staatssekretäre auszunehmen.

Ups. Haben die möglicherweise flugs ausgerechnet, dass Essens- und sonstige Eventeinladungen der Pharma-, Atom-, Auto- und Bankenlobby ausreichen, um trotz des heldenhaften Verzichts einen adäquaten Lebensstil zu pflegen?

Das erklärte das Bundesinnenministerium am Dienstag und bestätigte gleichlautende Medienberichte. Damit wird eine Kabinettsentscheidung aus dem Mai revidiert, die noch eine Anhebung der Bezüge auch für die Regierungsmitglieder vorsah.

Was völlig legitim und ethisch vertretbar gewesen wäre. So einE MinisterIn arbeitet sich den Glutaeus Maximus ab, während der gemeine ALG-II-Empfänger noch im drogen- oder alkoholbedingten Tiefschlaf liegt und römischer Dekadenz frönt.

Der Bund der Steuerzahler hatte die ursprünglichen Pläne scharf kritisiert. Nach seinen Angaben verdient die Kanzlerin derzeit 15 833 Euro im Monat. Der Zuwachs hätte am 1. August 2011 monatlich rund 334 Euro betragen. Das Amtsgehalt eines Bundesministers beträgt den Angaben zufolge rund 12 860 Euro. Hier ging es um ein Plus von 272 Euro. Ein Parlamentarischer Staatssekretär erhält derzeit 9887 Euro - er verzichtet auf rund 209 Euro. Der Bundestag soll das Gesetz zur Anhebung der Beamtenbezüge am Donnerstag in erster Lesung beraten.

Die Bundeskanzlerin verdient im Verhältnis zum Bundesminister erschreckend wenig. Wir können nur hoffen und beten, dass dieses Missverhältnis durch die kostenlose Mitnahme von Ehemann und potentiellen späteren Geschäftspartnern ausgeglichen werden kann.

Lasst uns also loben und achten die Opferbereitschaft der politischen €lite; sie bluten für's Volk.

Polemisch? Ich? Nein! Ich habe nur den kapitalen Fehler gemacht, Nachrichten zu lesen und Radio zu hören (für die GEZ: bei einer Freundin) und die dort verbreitete Energie zu übernehmen. Sobald es aufgehört hat zu regnen, werde ich wieder so positiv gestimmt sein wie nur möglich.

Im Moment schüttet es wie aus Kübeln.

07 Juni 2010

Sparpakete und Gerechtigkeit

Eigentlich hatte ich mir ja versprochen, mich mit Nachrichten nicht mehr auseinanderzusetzen. Denn die entziehen dem Gehirn Energie und machen schlechte Laune.

Aber um die Kürzungsnachrichten kam ich irgendwie nicht herum. Da ist beschlossene Sache, Eingliederungshilfen für Arbeitssuchende zu streichen, bei Hartz-IV-EmpfängerInnen die Beiträge zur Rentenversicherung einzusparen, Heizkostenzuschüsse für WohngeldempfängerInnen zu streichen und (u.a.) Anreize zur Annahme einer Arbeit zu erhöhen. (Die nicht nötig wären, wenn es genügend davon gäbe. Die Menschen, die ich kenne, wollen arbeiten. Verzweifelt gern.)

Möglicherweise glauben die limousinenbewehrten und bargeldlosen Abgeordneten an das Märchen, dass es glücklicherweise Arbeitsstellen bis zum Abwinken
gibt, insbesondere für Arbeitslose mit sog. "Multiplen Vermittlungshemmnissen".

Im Gegenzug sollen Finanzhilfen und Steuervergünstigungen auf den Prüfstand. Die Anzahl der Bundesbeschäftigten soll um 15.000 gekürzt werden. (Irgendetwas in einer weiter hinten liegenden Gehirnzelle erinnert sich daran, dass insbesondere die FDP mit Eintritt ins Regierungsgeschehen die Zahl der Bundesbeschäftigten entgegen früherer Wahlversprechen kräftig erhöht hat und die Kürzung wahrscheinlich den Status Quo von vor der Wahl herstellen wird.)

Nein, ich rege mich nicht auf! Ich bin nicht wütend! All das war zu erwarten.

Aber die unglaubliche Dreistigkeit, mit der auf den Teil der Bevölkerung, der nicht die Möglichkeit hat, für kostenlose Scampi-Buffets der politischen Klasse zu sorgen, die Kosten von Völlerei, linksgerichteten Bananen und Hilfen für spekulative Bankvorstände abgewälzt werden, hinterlässt in mir ein Gefühl, das ich zuletzt in Ägypten hatte: Da habe ich gleichzeitig gekotzt und geschissen.
Damals war es ein Virus.
Heute sind es die Verhältnisse.

06 Juni 2010

Sonnengedanken

Die Augen geschlossen,
Sonne auf meinem Gesicht,
Hautgewärmt.

Die Arme ausgebreitet,
Wärme.
In mir, um mich.

Nichtstun.
Über dem Buch einschlafen,
beim Aufwachen
ein Lächeln
Richtung Himmel.

Ein wunderschöner Tag.

Du
könntest
ihn
zu einem

perfekten,
wunschlosen
machen.

Carwash

... ist erstens ein netter, alter Funk-Titel. Es ist aber auch eine Tätigkeit und kann übersetzt werden in: "Wie wasche ich mein Auto an einem öffentlichen Waschplatz, ohne wahnsinnig zu werden?"

Die Vorgeschichte: Es gibt da neuerdings einen Menschen in meinem Leben, der ein so sauberes Auto hat, dass ich jedesmal ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich wieder in meine Zweitwohnung einsteige. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich es das letzte Mal gewaschen habe; sehr lange nach dem Kauf kann es nicht gewesen sein.
Die ermunternde Antwort auf meine etwas lahme Bemerkung, dass ich mein Auto ja auch einmal pflegen müsste, lautet: "Klar, mach mal, der hat es wirklich nötig!"
So sorgt frau für Zugzwang. Trotz der sehr realistischen Mutmaßung, dass die blöde Kiste bis zu unserem nächsten Treffen dreimal wieder schmutzig geworden sein wird.

Samstag, später Vormittag. Guapa befährt die Waschanlage, bestehend aus einer Waschstraße (Die ich natürlich nicht benutzen werde, nein, ich bin wild entschlossen, das Fahrzeug mit der Kraft meiner beiden Hände sauber zu bekommen!) und Selbstwaschplätzen. Die alle besetzt sind mit wild schrubbenden Familienvätern, deren Ehefrauen von innen die Scheiben putzen, Besitzern von tiefergelegten Gölfen und ein paar weiblichen Singles. Ich gehe davon aus, dass man sich irgendwo anstellt und dann auf den Waschplatz fährt, der als nächstes frei wird.
Weit gefehlt!
Als mein Vordermann genau dies versucht zu tun, bekommt er fürchterlichen Ärger mit einem bermudabehosten, sandalenbewehrten und sockenbestrumpften Herrn mittleren Alters im Golf IV, der von der anderen Seite den Waschplatz entert.
Okay, man muss sich also für einen Waschplatz entscheiden.
Das tue ich und beginne, meine Scheiben von innen zu putzen und schon einmal eine grobe Einschätzung, was noch wichtig und was Müll ist, vorzunehmen.
Blöderweise habe ich den klaren Wasserstrahl, den der junge Mann an "meinem" Waschplatz auf seinen BMW richtet, als letztes Abspülen des Gefährts interpretiert. Dem ist nicht so. Man hat gerade erst angefangen.

Normalerweise würde ich jetzt wegfahren. Noch viel blöderweise hatte ich mir aber bereits Waschmarken getauscht, die garantiert an keiner anderen Anlage passen würden. Weiter warten? Ich fühle erste Anzeichen einer Atemnot, erzeugt durch wutentbranntes Hyperventilieren.

"Das geht so nicht!" denke ich mir, wende und fahre erst einmal einkaufen. Um die Mittagszeit ist bestimmt nicht mehr soviel los.

Inzwischen weiß ich, dass diese Denkweise von einer herzerfrischenden Naivität zeugt.

Ich stelle mich an einem Waschplatz an. Dort pflegt gerade eine junge Dame ihren Kleinwagen. Der blitzblank ist. Was hat sie dort überhaupt zu suchen? Ganz davon abgesehen, dass man auf Silbermetallic gar keinen Dreck sieht, auf Schwarz aber schon.

Die Wartezeit nutze ich, um den Inhalt meines Kofferraums zu sichten: Originalverschweißtes Geschenkpapier mit Weihnachtsmännern drauf (Vom letzten oder doch schon vom vorletzten Jahr?), meine Inliner-Ausrüstung plus zwei Paar streng riechender Socken, eine alte Wäscheleine, zwei Erste-Hilfe-Sets, kein Warndreieck (Klar, dieses verbrecherische Autohaus, bei dem ich die Kiste gekauft habe, gibt ja nichts freiwillig heraus!), etwas Leergut und eine Menge Tannennadeln vom Adventsgestecktransport des Vorjahres.

Da! Sie hat die "Spülfunktion" eingeschaltet! Gleich bin ich dran! Ich räume hektisch meinen Kram zusammen, mache die Fenster zu und lege mir die Waschmarken zurecht.
Aber was macht dieses zwanghafte, nichtsnutzige Weibsstück da? Die rennt doch tatsächlich um ihr Auto herum und guckt, ob sie auch den letzten Fliegenschiss erwischt hat! Und greift wieder zur Schaumbürste.
Ich werde sie töten. Jetzt.
Oder ich fahre einfach solange gegen ihre japanische Billigkasperkiste, bis auch der letzte Fliegendreck abgefallen ist.


In meinem Auto herrschen gefühlte 63°, in meinem Gehirn ist es noch ein bisschen wärmer.

Nach weiteren 10 Minuten ist sie endlich fertig. Ich auch. Muss trotzdem noch mein Auto waschen.
Inzwischen hat sich übrigens die Lage beruhigt, und ein Waschplatz ist sogar verwaist.

Die Marken werden in einem atemberaubenden Tempo von der Anlage geschluckt, ohne dass an meinem Auto nennenswerte Veränderungen wahrnehmbar wären.

Als ich an der Windschutzscheibe angekommen bin mit dem Druckstrahler, fällt mir ein, dass ich die Scheibenwischer noch abmachen sollte. Den Druckstrahler richte ich versehentlich auf den Nebenmann, der sich nach einiger Zeit auch zaghaft beschwert. Albern eigentlich, der sollte doch über ein bisschen Abkühlung froh sein!


Den Rest kürze ich ab: Man kann auf einem schwarzen Auto, dass man im Schatten wäscht, nicht erkennen, ob da noch Schmutz ist oder nicht. Außerdem sieht man nach der Wäsche die Kratzer, die von hektischem Einparken und Ignorieren von Dornensträuchern direkt neben dem Parkplatz stammen, viel deutlicher. Die Vogelscheiße auf dem Dach habe ich nur mit heftigem Kratzen entfernen können.

Staubgesaugt habe ich anschließend für 2 Marken. Und noch mehr Antiquitäten gefunden, die zum größeren Teil ins Handschuhfach, zum kleineren in den Papierkorb gewandert sind. Man weiß bei vielen Dingen einfach nicht, wann man sie noch einmal brauchen könnte!

Dann habe ich das frischgeputzte Gefährt fotografiert und dem Auslöser meines Waschzwangs eine MMS geschickt. Freundlicherweise hat er mich gelobt.

Jetzt regnet es. Wie aus Kübeln. Und vorhin war schon wieder Vogelscheiße auf dem Dach.

04 Juni 2010

Tage. Leben. Viel Leben.

Ich hatte gerade zwei Tage. Man hat immer Tage, selbstverständlich! Manchmal haben die Tage einen. Manchmal bringt man Tage hinter sich. Manchmal gehen Tage vorbei, ohne dass man bemerkt hätte, dass sie da waren.

Daher finde ich, dass Tage, die ich habe, und die mein Leben bereichern auch eine Erwähnung verdient haben. Vor dem Arbeiten in den Sonnenaufgang hineinlaufen, Nebel auf den Feldern, die Luft so randvoll mit Sauerstoff, dass mir ganz dösig im Kopf wurde. Und das Ganze fand in KURZEN HOSEN statt! Zweistellige Temperaturen!
Bin gerade unglaublich dankbar für den besch... Mai; denn gerade deswegen kann ich diese Tage viel mehr schätzen.
Weiter. Gearbeitet. Gut gearbeitet. Jemanden erreicht, Meinungen verändert, Menschen kennengelernt. Vielleicht anders kennengelernt.
Dann wartete ein sehr besonderer Mensch auf meinem Balkon auf mich. (Mehr wollen Sie nicht wissen.) Die Sonne schien noch immer. Warm war es.
Der gestrige Tag war so lang wie eine ganze Woche.

Auch Heute fühlt sich wie ein ganzes Leben an. Jedenfalls kann ich voller Überzeugung sagen, dass ich mich nicht beschweren würde, wenn mir der berühmte Backstein auf den Kopf fiele. Ich hatte mehr Leben während der letzten Tage als ich mir geträumt hätte.

Jetzt sehe ich Dämmerung und weiß, dass der längste Tag des Jahres noch weit entfernt ist. Ich sehe die Silhouetten der Dorfbäume vor einem rötlichdunklen Himmel. Ich höre Musik. Ich bin.

Brauche ich mehr?

Ein klares "NEIN!"

Na gut - es gäbe da schon einen Menschen, den ich gern bei mir hätte jetzt. Vielleicht könnte er auch sehen, wieviel Licht noch in diesem Tag ist.

Wir?

Sonne auf meiner Haut,
Erinnerungen im Herzen,
Idealmensch.

Bewegung.
Erklärversuche.
Intuition.

Miteinander.
In Frieden.
Realität ausgeblendet.

Tage, subjektiv erlebt

Ich hatte gerade zwei Tage. Man hat immer Tage, selbstverständlich! Manchmal haben die Tage einen. Manchmal bringt man Tage hinter sich. Manchmal gehen Tage vorbei, ohne dass man bemerkt hätte, dass sie da waren.

Daher finde ich, dass Tage, die ich habe, und die mein Leben bereichern auch eine Erwähnung verdient haben. Vor dem Arbeiten in den Sonnenaufgang hineinlaufen, Nebel auf den Feldern, die Luft so randvoll mit Sauerstoff, dass mir ganz dösig im Kopf wurde. Und das Ganze fand in KURZEN HOSEN statt! Zweistellige Temperaturen!
Bin gerade unglaublich dankbar für den besch... Mai; denn gerade deswegen kann ich diese Tage viel mehr schätzen.
Weiter. Gearbeitet. Gut gearbeitet. Jemanden erreicht, Meinungen verändert, Menschen kennengelernt. Vielleicht anders kennengelernt.
Dann wartete ein sehr besonderer Mensch auf meinem Balkon auf mich. (Mehr wollen Sie nicht wissen.) Die Sonne schien noch immer. Warm war es.
Der gestrige Tag war so lang wie eine ganze Woche.

Auch Heute fühlt sich wie ein ganzes Leben an. Jedenfalls kann ich voller Überzeugung sagen, dass ich mich nicht beschweren würde, wenn mir der berühmte Backstein auf den Kopf fiele. Ich hatte mehr Leben während der letzten Tage als ich mir geträumt hätte.

Jetzt sehe ich Dämmerung und weiß, dass der längste Tag des Jahres noch weit entfernt ist. Ich sehe die Silhouetten der Dorfbäume vor einem rötlichdunklen Himmel. Ich höre Musik. Ich bin.

Brauche ich mehr?

Ein klares "NEIN!"

Na gut - es gäbe da schon einen Menschen, den ich gern bei mir hätte jetzt. Vielleicht könnte er auch sehen, wieviel Licht noch in diesem Tag ist.

02 Juni 2010

Danke für Deine Zeit!

Zuverlässigkeit.
Unvorhergesehen.
Stummer Vorwurf.
Alternativenlos.
Mittelpunkt.
Möglichkeiten.
Einsamkeit.
Nie wieder.

?

Niemals.
I
C
H
Totalversagen.

Mordlust.
Immer noch.
Traurigkeit,

Dankbarkeit.
Irgendwie
Resignation!

gewidmet dem Nichtlieblingsex in Dankbarkeit. (Keine Ironie)