Ich weiß immer noch nicht, wer Katy Karrenbauer ist! Peer Kusmagk kenne ich auch nicht. Muss ich mir Sorgen machen??
Frauen und Männer, Pinguine, Zeitgeschehen, Laufen und die Unmöglichkeit gelingender Kommunikation.
31 Januar 2011
Manchmal möchte sich gereimter Blödsinn in die Welt entlassen - hier ist neuer:
Als ich das Weite suchte,
die Zeit mit Dir verfluchte,
geriet ich in die Wüste,
verbrannte mir die Brüste.
Doch wie durch ein Wunder
fand ich 'ne Flunder.
Ganz ohne Teller,
und schon lief ich schneller.
die Zeit mit Dir verfluchte,
geriet ich in die Wüste,
verbrannte mir die Brüste.
Doch wie durch ein Wunder
fand ich 'ne Flunder.
Ganz ohne Teller,
und schon lief ich schneller.
Was denkt er? DENKT er???
Es ist nicht leicht, „danach“ herauszufinden, was er denken könnte. Ein Blick, der unter Umständen als zweifelnd interpretiert werden kann, geschlossene Augen, die Mundwinkel nicht in der Richtung unterwegs, die angesichts eines zufriedenstellenden Beischlafs angebracht wäre. Ist alles in Ordnung? Was denkt er? Warum schaut er Sie so zweifelnd an? Schaut er Sie überhaupt an? Schließt er die Augen, weil er in seiner Phantasie gerade mit Angelina Jolie geschlafen hat und Sie eigentlich gerade nicht sehen will? Findet er Sie zu dick, Ihre Brüste zu klein? (Dass er sie zu groß finden könnte, ist unwahrscheinlich.) Haben Sie möglicherweise irgendetwas falsch, anders, seltsam gemacht? Will er lieber weg? Und wenn er weg will, warum? Vor allem, wohin?
Oder liebt er Sie und ist glücklich mit Ihnen, wagt aber nicht, diese Worte zu benutzen? Sie würden ihn so gern fragen, was er denkt, würden gern wissen, ob seine Augenbewegungen unter den geschlossenen Lidern Ihre Deutung seiner Gedanken bestätigen, nicht wahr? Das geht mir genauso.
Warum bleibt er nicht einfach noch eine Weile liegen? Aber Männer wollen "danach" nicht gern (liegen) bleiben, das kann man überall nachlesen. Oder nachsehen. Bei "Harry und Sally" zum Beispiel.
Ich hingegen hätte gern noch Nähe. Und dann vielleicht noch einmal Sex. Und noch einmal. Würde ich ihn damit überfordern? Darf ich danach fragen, oder verstoße ich damit gegen irgendein ungeschriebenes Gesetz? Interessiert ihn, was meine Augen sagen?
Sieht er meine Augen überhaupt? Will er wissen, wie ich mich fühle?
Ich will wissen, wie er sich fühlt! Warum sagt er es mir nicht? Ich erwarte keine Liebesschwüre. Nicht wirklich. Aber er schaut so, als ob er Wichtiges denkt. Und das will ich wissen. Ich habe ein Recht darauf! Oder nicht? Wie kann ich ihn fragen, was er denkt, ohne ihn zu fragen, was er denkt? Ich weiß ja, daß er das nicht mögen wird.
Fragen Sie einen Mann, was der denkt, und er wird Sie ansehen, als wäre Ihnen auf einmal ein dicker Pickel auf der Nase gewachsen.
Sie mögen das nicht, denn es bedeutet, kommunizieren zu müssen, schlimmer noch, darüber nachzudenken, was oder ob sie gerade denken. Was tun sie also? Sie entziehen sich, wenn es irgendwie möglich ist und geben Ihnen das Gefühl, so „wie die anderen Weiber“ zu sein. Da Sie das auf gar keinen Fall wollen, halten Sie den Mund und hoffen auf ein Wunder – den über seine Gefühle sprechenden Mann.
Endlich - die Erlösung: Er schaut mich an, bedeutungsschwanger, ich höre auf zu atmen, jetzt wird er es mir sagen, jetzt werde ich endlich herausfinden, wie es ihm geht, ob er mich liebt und was er denkt!
"Pass auf: Du machst uns jetzt einen Tee, und ich hänge meine Wäsche auf. Und dann muss ich noch nach dem Motorrad schauen."
Danke! Danke! Danke! Mein Tag ist gerettet! Das also verbarg sich hinter dem nachdenklichen Gesichtsausdruck! Das sind die Gedanken, die er „danach“ hat!
Ich hatte ja auf Erkenntnisgewinn gehofft, bin aber nicht sicher, ob ich diesem unvorhersehbaren männlichen Gefühlsausbruch gewachsen bin. Was soll ich bloß antworten? Erwartet er, dass ich ihn frage, welche Sorte Tee er möchte? Würde er sich freuen, wenn ich ihn frage, nach was genau er bei seinem Motorrad schauen will?
Ich stehe auf und gehe in die Küche, wo ich hingehöre. Außerdem kann ich meine Fragen auch mit dem Wasserkessel besprechen, der ist ähnlich ergiebig wie mein Liebster.
Trotzdem werde ich voraussichtlich auch beim nächsten Mal die Idee haben, dass er denkt oder sogar über das Leben, die Liebe und den ganzen Reste philosophiert. Vielleicht nehme ich dann all meinen Mut zusammen und frage ihn. Die Wahrscheinlichkeit, dass er mir antwortet, sein Auspuff mache schon seit geraumer Weile Geräusche, das Getriebe müsse ausgewechselt werden, und außerdem müsse er Druckerpatronen bestellen, ist groß.
Sie denken. Möglicherweise. Anders.
Oder liebt er Sie und ist glücklich mit Ihnen, wagt aber nicht, diese Worte zu benutzen? Sie würden ihn so gern fragen, was er denkt, würden gern wissen, ob seine Augenbewegungen unter den geschlossenen Lidern Ihre Deutung seiner Gedanken bestätigen, nicht wahr? Das geht mir genauso.
Warum bleibt er nicht einfach noch eine Weile liegen? Aber Männer wollen "danach" nicht gern (liegen) bleiben, das kann man überall nachlesen. Oder nachsehen. Bei "Harry und Sally" zum Beispiel.
Ich hingegen hätte gern noch Nähe. Und dann vielleicht noch einmal Sex. Und noch einmal. Würde ich ihn damit überfordern? Darf ich danach fragen, oder verstoße ich damit gegen irgendein ungeschriebenes Gesetz? Interessiert ihn, was meine Augen sagen?
Sieht er meine Augen überhaupt? Will er wissen, wie ich mich fühle?
Ich will wissen, wie er sich fühlt! Warum sagt er es mir nicht? Ich erwarte keine Liebesschwüre. Nicht wirklich. Aber er schaut so, als ob er Wichtiges denkt. Und das will ich wissen. Ich habe ein Recht darauf! Oder nicht? Wie kann ich ihn fragen, was er denkt, ohne ihn zu fragen, was er denkt? Ich weiß ja, daß er das nicht mögen wird.
Fragen Sie einen Mann, was der denkt, und er wird Sie ansehen, als wäre Ihnen auf einmal ein dicker Pickel auf der Nase gewachsen.
Sie mögen das nicht, denn es bedeutet, kommunizieren zu müssen, schlimmer noch, darüber nachzudenken, was oder ob sie gerade denken. Was tun sie also? Sie entziehen sich, wenn es irgendwie möglich ist und geben Ihnen das Gefühl, so „wie die anderen Weiber“ zu sein. Da Sie das auf gar keinen Fall wollen, halten Sie den Mund und hoffen auf ein Wunder – den über seine Gefühle sprechenden Mann.
Endlich - die Erlösung: Er schaut mich an, bedeutungsschwanger, ich höre auf zu atmen, jetzt wird er es mir sagen, jetzt werde ich endlich herausfinden, wie es ihm geht, ob er mich liebt und was er denkt!
"Pass auf: Du machst uns jetzt einen Tee, und ich hänge meine Wäsche auf. Und dann muss ich noch nach dem Motorrad schauen."
Danke! Danke! Danke! Mein Tag ist gerettet! Das also verbarg sich hinter dem nachdenklichen Gesichtsausdruck! Das sind die Gedanken, die er „danach“ hat!
Ich hatte ja auf Erkenntnisgewinn gehofft, bin aber nicht sicher, ob ich diesem unvorhersehbaren männlichen Gefühlsausbruch gewachsen bin. Was soll ich bloß antworten? Erwartet er, dass ich ihn frage, welche Sorte Tee er möchte? Würde er sich freuen, wenn ich ihn frage, nach was genau er bei seinem Motorrad schauen will?
Ich stehe auf und gehe in die Küche, wo ich hingehöre. Außerdem kann ich meine Fragen auch mit dem Wasserkessel besprechen, der ist ähnlich ergiebig wie mein Liebster.
Trotzdem werde ich voraussichtlich auch beim nächsten Mal die Idee haben, dass er denkt oder sogar über das Leben, die Liebe und den ganzen Reste philosophiert. Vielleicht nehme ich dann all meinen Mut zusammen und frage ihn. Die Wahrscheinlichkeit, dass er mir antwortet, sein Auspuff mache schon seit geraumer Weile Geräusche, das Getriebe müsse ausgewechselt werden, und außerdem müsse er Druckerpatronen bestellen, ist groß.
Sie denken. Möglicherweise. Anders.
29 Januar 2011
Indifferent
Lass mich!
Lass mich gehen!
Geh weg!
Geh weg von mir!
Verschwinde!
Verschwinde aus meinem Leben!
Bleib!
Lass mich nicht allein!
Lass mich gehen!
Geh weg!
Geh weg von mir!
Verschwinde!
Verschwinde aus meinem Leben!
Bleib!
Lass mich nicht allein!
Dschungelcamp, Fußball-Bundesliga, Gequatsche in der Sauna und die Suche nach dem Sinn
Ich habe keinen Fernseher. Ich höre kein Radio. Meine einzige Informationsquellen sind das Göttinger Tageblatt, ein- bis zweimal die Woche bei Mutter am Kaffeetisch gelesen und GoogleNews. Trotzdem weiß ich, dass jetzt nur noch drei Personen im Dschungelcamp sind. Eine davon ist Katy Karrenbauer, die ich immer noch nicht zuordnen kann. Jay ist raus. Die Frau, mit der er geknutscht hat und deren Name mir entfallen ist, auch. Ich habe auch keine Ahnung, wer Jay ist.
Und frage mich, von welch herzergreifender Schlichtheit Menschen sein müssen, die Jay, Matthieu, Rainer und Katy für ein paar Wochen zum Inhalt ihres wachen Lebens erkoren haben.
Ganz ehrlich: Da haue ich mir doch lieber die Hälfte der 11 Freunde in den Kopf und bin für mehrere Tage bewusstlos!
Über Fußball möchte ich eigentlich auch nicht reden. "Meine" Nordclubs haben verloren. Jedenfalls die, deren Werdegang ich immer mal wieder verfolge. Ganz davon abgesehen bin ich der festen Überzeugung, dass exzessives Fußballgucken auf Dauer ähnlich doof macht wie Autofahren mit Navi. Aber das ist vielleicht beabsichtigt. Wer Fußball guckt und mit Navi fährt merkt nicht, dass sich die Welt um Katy Karrenbauer und Jay dreht und er auf dem besten Weg ist, die verblödete Republik mit dem eigenen IQ-Mangel zu verstärken.
Glücklicherweise gibt es ja auch andere: Gestern habe ich eine "ältere Dame" (sie würde mich dafür wahrscheinlich erschießen) kennengelernt, die regelmäßg zu den Demos ins Wendland fährt, weil sie dort geboren ist, sich gut auskennt und den Demonstranten Wege um die Polizeiaufgebote herum zeigen kann. Außerdem macht sie Bankdrücken mit 20 kg und gestaltet sich ihren Trainingsplan selbst, weil ihr diese Zettelschlepperei zu langweilig ist.
Und dann sind da noch die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder der SG Wolbrechtshausen-Hevensen, vor deren Engagement ich sämtliche Hüte ziehe. Die haben jedenfalls keine Zeit für Dschungelcamp oder sonstigen Blödsinn.
Heute nachmittag habe ich mich dann (wie schon sehr häufig) gefragt, mit welcher Energie ich all diese mitteilungsbedürftigen Menschen in mein Leben ziehe; ich denke hier ganz besonders an diejenigen, die es nicht schaffen, für einen 10-minütigen Saunagang oder im Ruheraum einfach mal die Fresse zu halten. Da tönt es studentisch, russisch, serbokroatisch, arabisch, libanesisch, sozialpädagogisch aus allen möglichen Ecken. Und ich möchte doch einfach nur liegen, lesen, RUHE!!!
Denn wie soll ich jemals den Sinn meines Lebens finden, wenn um mich herum der Dschungel tobt, Bundesligatransfers diskutiert werden und die Sauna zur Selbsthilfegruppe für Stilleflüchtlinge mutiert???
Und frage mich, von welch herzergreifender Schlichtheit Menschen sein müssen, die Jay, Matthieu, Rainer und Katy für ein paar Wochen zum Inhalt ihres wachen Lebens erkoren haben.
Ganz ehrlich: Da haue ich mir doch lieber die Hälfte der 11 Freunde in den Kopf und bin für mehrere Tage bewusstlos!
Über Fußball möchte ich eigentlich auch nicht reden. "Meine" Nordclubs haben verloren. Jedenfalls die, deren Werdegang ich immer mal wieder verfolge. Ganz davon abgesehen bin ich der festen Überzeugung, dass exzessives Fußballgucken auf Dauer ähnlich doof macht wie Autofahren mit Navi. Aber das ist vielleicht beabsichtigt. Wer Fußball guckt und mit Navi fährt merkt nicht, dass sich die Welt um Katy Karrenbauer und Jay dreht und er auf dem besten Weg ist, die verblödete Republik mit dem eigenen IQ-Mangel zu verstärken.
Glücklicherweise gibt es ja auch andere: Gestern habe ich eine "ältere Dame" (sie würde mich dafür wahrscheinlich erschießen) kennengelernt, die regelmäßg zu den Demos ins Wendland fährt, weil sie dort geboren ist, sich gut auskennt und den Demonstranten Wege um die Polizeiaufgebote herum zeigen kann. Außerdem macht sie Bankdrücken mit 20 kg und gestaltet sich ihren Trainingsplan selbst, weil ihr diese Zettelschlepperei zu langweilig ist.
Und dann sind da noch die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder der SG Wolbrechtshausen-Hevensen, vor deren Engagement ich sämtliche Hüte ziehe. Die haben jedenfalls keine Zeit für Dschungelcamp oder sonstigen Blödsinn.
Heute nachmittag habe ich mich dann (wie schon sehr häufig) gefragt, mit welcher Energie ich all diese mitteilungsbedürftigen Menschen in mein Leben ziehe; ich denke hier ganz besonders an diejenigen, die es nicht schaffen, für einen 10-minütigen Saunagang oder im Ruheraum einfach mal die Fresse zu halten. Da tönt es studentisch, russisch, serbokroatisch, arabisch, libanesisch, sozialpädagogisch aus allen möglichen Ecken. Und ich möchte doch einfach nur liegen, lesen, RUHE!!!
Denn wie soll ich jemals den Sinn meines Lebens finden, wenn um mich herum der Dschungel tobt, Bundesligatransfers diskutiert werden und die Sauna zur Selbsthilfegruppe für Stilleflüchtlinge mutiert???
28 Januar 2011
Achtung - da lebt etwas!
Fahre nicht ins Nirgendwo!
Gehe kein Risiko ein!
„Los!“ bleibt links liegen,
„Jetzt aber!“ wird rechts geparkt.
Lass Dein Auto bewachen,
doch besser:
Steig nicht aus!
Es ist gefährlich hinter Deiner
Windschutzscheibe.
Gehe kein Risiko ein!
„Los!“ bleibt links liegen,
„Jetzt aber!“ wird rechts geparkt.
Lass Dein Auto bewachen,
doch besser:
Steig nicht aus!
Es ist gefährlich hinter Deiner
Windschutzscheibe.
27 Januar 2011
Krisenmanagement
Wir alle haben unsere Seinskrisen - Nichtdenkende und Irgendwievorsichhinlebende mal ausgenommen. (Obwohl ich ja sicher bin, dass auch die irgendetwas merken. Sie können es nur nicht einordnen. Oder gehen einkaufen, bevor sie etwas merken.)
Meine These: Wir reagieren alle völlig unterschiedlich.
Ich könnte mir vorstellen, dass Angela Merkel auf die "Mein Mädchen"-Anrede des damaligen Kanzlers der folgende Gedanke durch den Kopf ging: "Du verdammtes "PIEP!", irgendwann habe ich Dich bei Deinen schlappen "PIEP!", und dann bist Du weg vom Fenster! Nichts mehr mit "Mein Mädchen!", nein, Du versinkst im Sumpf Deiner Geschichte, und ich werde Kanzlerin! So!!!"
Und? Sie ist inzwischen länger Kanzlerin, als die meisten meiner "Beziehungen" halten! Die Frau hat Durchhaltevermögen!
Nehmen wir Herrn Schröder, dessen einzige Motivation "Ich will hier rein!" war, was er durch Regierungsstil und erzwungenen Abgang hinreichend bewiesen hat. Na und? Er war drin! Und jetzt ist er immer noch drin, nur woanders, aber er verdient noch mehr Geld, als er in den meisten Augen verdienen dürfte.
Ich hätte noch mehr Beispiele. Aber diese beiden sollen reichen. Perfektes Krisenmanagement ohne lästige Selbstreflexion, ist meine Diagnose.
Menschen, die nicht so gern nachdenken, merken möglicherweise gar nicht, dass sie sich in einer Krise befinden! Mann, was bin ich auf die neidisch!
Andere Menschen, die zwar nachdenken, aber eher im leeren Raum, spüren die Krise, genießen sie auch irgendwie, weil ihnen Krisen besser tun als Glück. Und wenn es schon so schön kriselt, kann man sich doch auch ordnungsgemäß hineinverbeißen, statt irgendetwas loszulassen.
Weitere Vorschläge für akkurates Krisenmanagement:
Man könnte die Straße oder den Bürgersteig fegen.
Schneeschippen.
Die Mülltonne von innen putzen.
Sport treiben.
Fernsehen.
Zeitung lesen.
Fußball gucken.
Schlafen.
Saufen.
Oder die Krise mit jemandem genießen, den man liebt.
Das Problem: Krisengeschüttelte Menschen werden nicht geliebt, wenn sie nicht mindestens Bundeskanzler sind.
Meine These: Wir reagieren alle völlig unterschiedlich.
Ich könnte mir vorstellen, dass Angela Merkel auf die "Mein Mädchen"-Anrede des damaligen Kanzlers der folgende Gedanke durch den Kopf ging: "Du verdammtes "PIEP!", irgendwann habe ich Dich bei Deinen schlappen "PIEP!", und dann bist Du weg vom Fenster! Nichts mehr mit "Mein Mädchen!", nein, Du versinkst im Sumpf Deiner Geschichte, und ich werde Kanzlerin! So!!!"
Und? Sie ist inzwischen länger Kanzlerin, als die meisten meiner "Beziehungen" halten! Die Frau hat Durchhaltevermögen!
Nehmen wir Herrn Schröder, dessen einzige Motivation "Ich will hier rein!" war, was er durch Regierungsstil und erzwungenen Abgang hinreichend bewiesen hat. Na und? Er war drin! Und jetzt ist er immer noch drin, nur woanders, aber er verdient noch mehr Geld, als er in den meisten Augen verdienen dürfte.
Ich hätte noch mehr Beispiele. Aber diese beiden sollen reichen. Perfektes Krisenmanagement ohne lästige Selbstreflexion, ist meine Diagnose.
Menschen, die nicht so gern nachdenken, merken möglicherweise gar nicht, dass sie sich in einer Krise befinden! Mann, was bin ich auf die neidisch!
Andere Menschen, die zwar nachdenken, aber eher im leeren Raum, spüren die Krise, genießen sie auch irgendwie, weil ihnen Krisen besser tun als Glück. Und wenn es schon so schön kriselt, kann man sich doch auch ordnungsgemäß hineinverbeißen, statt irgendetwas loszulassen.
Weitere Vorschläge für akkurates Krisenmanagement:
Man könnte die Straße oder den Bürgersteig fegen.
Schneeschippen.
Die Mülltonne von innen putzen.
Sport treiben.
Fernsehen.
Zeitung lesen.
Fußball gucken.
Schlafen.
Saufen.
Oder die Krise mit jemandem genießen, den man liebt.
Das Problem: Krisengeschüttelte Menschen werden nicht geliebt, wenn sie nicht mindestens Bundeskanzler sind.
Sportlerherz
Die Beine schmerzen,
eine leichte Zerrung.
Ein paar Kilometer kannst Du schaffen!
Der Nacken verspannt,
die Schultern fest.
Ein bisschen Schmerz ist doch normal!
Der Rücken ächzt,
Haltung scheint unmöglich.
Nimm, was es rezeptfrei gibt!
Der Kopf leer,
verbrannte Gedanken.
Nichts geht mehr!
eine leichte Zerrung.
Ein paar Kilometer kannst Du schaffen!
Der Nacken verspannt,
die Schultern fest.
Ein bisschen Schmerz ist doch normal!
Der Rücken ächzt,
Haltung scheint unmöglich.
Nimm, was es rezeptfrei gibt!
Der Kopf leer,
verbrannte Gedanken.
Nichts geht mehr!
18 Januar 2011
17 Januar 2011
Wettlauf
Ich haste durch meine Tage,
weit vor mir enteilen
meine Pläne.
Ich kann sie nicht einholen.
Ich renne durch meine Tage,
uneinholbar ist der Vorsprung
meiner Ansprüche.
Ich kann sie kaum noch sehen.
Wie gern würde ich schlendern,
nach rechts und links schauen,
auch einmal zurück.
Doch wenn ich mich nicht beeile,
bleibe ich hinter meinen Ansprüchen zurück.
Planlos.
weit vor mir enteilen
meine Pläne.
Ich kann sie nicht einholen.
Ich renne durch meine Tage,
uneinholbar ist der Vorsprung
meiner Ansprüche.
Ich kann sie kaum noch sehen.
Wie gern würde ich schlendern,
nach rechts und links schauen,
auch einmal zurück.
Doch wenn ich mich nicht beeile,
bleibe ich hinter meinen Ansprüchen zurück.
Planlos.
16 Januar 2011
Lass mich sein
Wer wäre ich,
wenn ich wäre,
wen Du suchst?
Wer wäre ich,
wenn ich wäre,
wie Du mich willst?
Wer wäre ich,
wenn ich wäre,
wer ich will?
Was will ich?
Selbstvertrauen
Wie sollte ich
vertrauen?
Wie könnte ich
lieben?
Wem sollte ich
glauben?
Ich sehe mich.
Ich bin.
Ich werde.
Mir niemals glauben.
Mich nicht lieben.
Mir nie vertrauen.
vertrauen?
Wie könnte ich
lieben?
Wem sollte ich
glauben?
Ich sehe mich.
Ich bin.
Ich werde.
Mir niemals glauben.
Mich nicht lieben.
Mir nie vertrauen.
Billig?
Billig zu haben.
Günstiger F...
Nimm mich.
Tu so, als ob,
und Du sparst.
Bete um Entsaftung
im Gegenwind.
Günstiger F...
Nimm mich.
Tu so, als ob,
und Du sparst.
Bete um Entsaftung
im Gegenwind.
Wolfsjagd in Schweden
Bis gestern gab es ca. 220 Wölfe in ganz Schweden. Das sind zu viele. Und weil sie tun, was Wölfe nun einmal tun, weil es ihre Natur ist, nämlich Elche, Schafe oder Hunde reißen, muss der Bestand dringend dezimiert werden. Also werden - nach 27 Tieren im letzten Jahr - 2011 20 Wölfe zum Abschuss freigegeben.
Bis hierhin erscheint mir die Logik derjenigen, die diese Entscheidung getroffen haben, dem ganz normalen Wahnsinn zu unterliegen: Wir nehmen Tieren ihre Existenzgrundlage weg, weil wir immer weiter in ihre Reviere vordringen, und wenn diese Tiere dann das fressen, was wir so herumstehen, -laufen oder -liegen haben, schreien wir um Hilfe.
So geschehen z.B. in Alaska, wo Menschen ihre Häuser auf eine allseits bekannte Eisbärenroute gebaut haben, um dann für viel Geld und sicher nicht tiergerecht die Bären kurz vor dem Dorf zu betäuben, in Hubschrauber zu verladen und kurz hinter dem Dorf wieder abzusetzen.
Wenn Sie nicht so weit reisen wollen, schauen Sie sich in Kassel und Göttingen um, wo "marodierende Waschbärbanden" die waldnahen Wohngebiete unsicher machen, Mülleimer ausleeren, Rasen umgraben und Dachböden bevölkern. Da der NaBu keine Kapazitäten mehr für eingefangene Waschbären hat, denkt man jetzt laut darüber nach, die Biester zu erschießen.
Dass der eine oder andere höchst naive Stadtbewohner die Tiere mit regelmäßiger Fütterung überhaupt erst angelockt hat, dass sie - wiederum von nicht denkfähigen Mitbürgern - hier eingeschleppt wurden, wurde vergessen.
Doch kommen wir zum - meiner bescheidenen Ansicht nach - absoluten Wahnsinn: Auf die zu vergebenden Jagdlizenzen für das Töten der schwedischen Wölfe haben sich 3.000 Jäger beworben!
Ist das die Angst vor dem Unbekannten? Die Furcht vor dem Werwolf, hervorgerufen durch exzessiven Filmkonsum zu mitternächtlicher Stunde? Ist es die Lust am Töten? Geht den Jägern einer ab, wenn sie vor sich das tote Tier sehen? Ist es der Ersatz für schlechten oder überhaupt keinen Sex? Wollen sie eine ausgestopfte Trophäe im Wohnzimmer ausstellen, um vor Tante Grit und Onkel Kurt damit anzugeben?
Wie wäre es mit einem Kampf "Mann gegen Wolf"? Einer der potentiellen Mörder verkleidet sich als Wolf, der andere als Jäger. Zuschauer fänden sich bestimmt - Leute, die "Dschungelcamp" gucken, sehen sich auch skurrile Zweikämpfe an, da bin ich sicher.
Ich persönlich wäre mehr für einen Kampf "Guapa vs. Wolfsjäger". Ähnlich wie die Tötungslizenzinhaber würde ich etwas aufrüsten - gleiches Recht für alle - und die Herren Jäger mit einer Panzerfaust empfangen. Bumm! - Jäger tot, Wolf glücklich.
14 Januar 2011
Dann wäre da noch etwas völlig Sinnentleertes zu drei Stichwörtern:
Der Lenz, er lauert märzgewandet,
die Sehnsucht tut ihr Übriges.
Doch es ist Winter, Januar!
Der letzte Lenz war letztes Jahr!
Ich find‘ Dich nicht, obwohl ich suche.
Bleibst Du auf Malle, wenn ich buche?
Ach, wär ich Blüte, Du wärst Stiel!
Doch Du gibst gar nichts,
ich geb‘ viel.
Und darum komm‘ ich nie zum Ziel…
Raten Sie die Wörter, die vorgegeben waren! Der/die Gewinner/in bekommt ein Gedicht nicht unter 20 Wörtern und darf sich die Hälfte davon selbst aussuchen.
die Sehnsucht tut ihr Übriges.
Doch es ist Winter, Januar!
Der letzte Lenz war letztes Jahr!
Ich find‘ Dich nicht, obwohl ich suche.
Bleibst Du auf Malle, wenn ich buche?
Ach, wär ich Blüte, Du wärst Stiel!
Doch Du gibst gar nichts,
ich geb‘ viel.
Und darum komm‘ ich nie zum Ziel…
Raten Sie die Wörter, die vorgegeben waren! Der/die Gewinner/in bekommt ein Gedicht nicht unter 20 Wörtern und darf sich die Hälfte davon selbst aussuchen.
Who is Katy Karrenbauer???
Bekannt ist mir: Sie zieht ins Dschungelcamp und sie sei Schauspielerin.
Ich frage mich: Kann jemand, die ins Dschungelcamp zieht, eine ernst zu nehmende Schauspielerin sein?
Meine Antwort: Matthieu Carriére war einst ein ernst zu nehmender Schauspieler. Jetzt zieht er ins Dschungelcamp.
Eine mögliche Lösung: Man kann einst ernst zu nehmend gewesen sein und dann aus persönlichen Gründen damit aufhören und sich zum Horst machen. Es gibt ja auch ein paar Euro dafür.
Mein Problem: Ich weiß noch immer nicht, wer Katy Karrenbauer ist. Hat sie in "Stirb langsam 7.21" mitgespielt? Ist sie das neue Besatzungsmitglied des Traumschiffs? Oder gar die während der ersten Viertelstunde Gemordete in "Ich weiß immer noch nicht, was ich letzten Sommer getan hätte, aber ich kann mir vorstellen, was Du eventuell getan haben könntest."
Fragen über Fragen, die mich möglicherweise das gesamte Wochenende beschäftigen werden.
Oder sollte ich besser beschließen, dass mir Katy Karrenbauer vollkommen gleichgültig ist und "Stirb langsam 4.0" gucken? Ohne Katy Karrenbauer?
Und überhaupt: Wer heißt schon ernsthaft "Katy Karrenbauer"???
Ich frage mich: Kann jemand, die ins Dschungelcamp zieht, eine ernst zu nehmende Schauspielerin sein?
Meine Antwort: Matthieu Carriére war einst ein ernst zu nehmender Schauspieler. Jetzt zieht er ins Dschungelcamp.
Eine mögliche Lösung: Man kann einst ernst zu nehmend gewesen sein und dann aus persönlichen Gründen damit aufhören und sich zum Horst machen. Es gibt ja auch ein paar Euro dafür.
Mein Problem: Ich weiß noch immer nicht, wer Katy Karrenbauer ist. Hat sie in "Stirb langsam 7.21" mitgespielt? Ist sie das neue Besatzungsmitglied des Traumschiffs? Oder gar die während der ersten Viertelstunde Gemordete in "Ich weiß immer noch nicht, was ich letzten Sommer getan hätte, aber ich kann mir vorstellen, was Du eventuell getan haben könntest."
Fragen über Fragen, die mich möglicherweise das gesamte Wochenende beschäftigen werden.
Oder sollte ich besser beschließen, dass mir Katy Karrenbauer vollkommen gleichgültig ist und "Stirb langsam 4.0" gucken? Ohne Katy Karrenbauer?
Und überhaupt: Wer heißt schon ernsthaft "Katy Karrenbauer"???
13 Januar 2011
1093 Posts habe ich geschrieben, seit ich mich das erste Mal eingeloggt habe - und das war 2005. Oder so drumherum.
1093 mal Gedanken über Dinge, die wahrscheinlich niemanden interessieren.
1093 mal Wortergüsse, die nur mir weitergeholfen haben.
1093 mal Kreativitätsförderung durch exzessiven Bierkonsum. (Nein, ist gelogen, ich habe mindestens die Hälfte meiner Texte absolut nüchtern und außerdem am frühen Morgen geschrieben.) Diesen nicht.
1093 mal Ideen im Kopf, die ich dringend unter irgendein Volk werfen musste.
1093 mal den Wunsch, Ihnen (ja, IHNEN!) ein Lächeln zu entlocken. Oder ein "Stimmt!". Oder - noch besser - ein "Das mache ich jetzt immer so!"
1093 mal im Zehnfingersystem mein Notebook gepiesackt.
1093 mal irgendwo zwischen Melancholie, Hysterie und Glück herumgetaumelt.
1093 mal an SIE gedacht und daran, wie es Ihnen wohl gerade gehen mag.
1093 mal Gedanken über Dinge, die wahrscheinlich niemanden interessieren.
1093 mal Wortergüsse, die nur mir weitergeholfen haben.
1093 mal Kreativitätsförderung durch exzessiven Bierkonsum. (Nein, ist gelogen, ich habe mindestens die Hälfte meiner Texte absolut nüchtern und außerdem am frühen Morgen geschrieben.) Diesen nicht.
1093 mal Ideen im Kopf, die ich dringend unter irgendein Volk werfen musste.
1093 mal den Wunsch, Ihnen (ja, IHNEN!) ein Lächeln zu entlocken. Oder ein "Stimmt!". Oder - noch besser - ein "Das mache ich jetzt immer so!"
1093 mal im Zehnfingersystem mein Notebook gepiesackt.
1093 mal irgendwo zwischen Melancholie, Hysterie und Glück herumgetaumelt.
1093 mal an SIE gedacht und daran, wie es Ihnen wohl gerade gehen mag.
12 Januar 2011
Du liebst mich. Ich spüre Dich.
Wahrhaftige Liebe
schenkst Du mir.
Sagst Du.
Wahrhaftige Liebe
gibst Du mir.
Das fühle ich.
Wahrhaftige Liebe
zeigst Du mir.
Das sehen sie.
Da sind blaue Flecken
auf meiner Haut.
Danke.
schenkst Du mir.
Sagst Du.
Wahrhaftige Liebe
gibst Du mir.
Das fühle ich.
Wahrhaftige Liebe
zeigst Du mir.
Das sehen sie.
Da sind blaue Flecken
auf meiner Haut.
Danke.
Alles geben.
Was muss ich tun,
damit Du mich liebst?
Wer muss ich sein,
damit Du mich hältst?
Wie muss ich scheinen,
damit Du mich siehst?
Liebe mich,
und ich tue, was Du willst!
Halte mich,
und ich bin, wen Du brauchst!
Schau mich an,
und ich tanze für Dich!
Tu so als ob,
und ich sterbe für Dich!
damit Du mich liebst?
Wer muss ich sein,
damit Du mich hältst?
Wie muss ich scheinen,
damit Du mich siehst?
Liebe mich,
und ich tue, was Du willst!
Halte mich,
und ich bin, wen Du brauchst!
Schau mich an,
und ich tanze für Dich!
Tu so als ob,
und ich sterbe für Dich!
Der Drückerkönig und die Politik. Die schillernde Karriere des Carsten Maschmeyer
Nein, ich will mich nicht an der Maschmeyer-Schelte beteiligen! Das halte ich für unnötig und Energieverschwendung.
Nachdenken würde ich aber gern über dieses Phänomen auf Füßen.
Da ist also ein Mensch, der einen Strukturvertrieb aufgebaut hat. Dieser Mensch zeigt sich mit Größen aus Politik und Unterhaltungsindustrie und ist außerdem mit einer halbwegs talentierten Fernsehikone liiert.
Deswegen kaufen andere Menschen Versicherungen, Fondsanteile und Bausparverträge. Und fallen möglicherweise mit ihrem Kauf auf die Nase.
Wer ist schuld?
Der Mensch, der einen Strukturvertrieb aufgebaut hat?
Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf, weil sie sich mit ihm haben fotografieren lassen?
Christian Wulff, amtierender Bundespräsident, der einen günstigen Familienurlaub in der Freundesvilla verbracht hat?
Klaus Meine, der mit ihm Billard gespielt hat?
NEIN.
Wenn Sie deswegen einen wie auch immer gearteten Vertrag abgeschlossen haben, sind SIE ganz allein schuld! Und nicht nur das: Sie sind außerdem strotzdoof! Sie haben nämlich nicht eine Rendite ausrechnen lassen, Ihren gesunden Menschenverstand eingesetzt oder eine kompetente Beratung gesucht, nein, SIE haben aufgrund von bunten Bildern eine Entscheidung getroffen!
Daran ist NIEMAND schuld! IHRE Gier und IHRE unglaubliche Blödheit hat Sie diese Anlage kaufen lassen. Genauso, wie Sie bei "Geiz ist geil" oder "Ich bin doch nicht blöd!" Staubsauger und DVD-Player eingekauft haben, die es möglicherweise im kleinen Fachhandel zwar nicht günstiger, aber mit besserem Service und ohne eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus nach Ablauf der Garantiefrist gegeben hätte.
Hören Sie auf zu jammern! SIE sind verantwortlich! Carsten Maschmeyer mag ein ignorantes, arrogantes, elitäres A... sein, das sich gern mit ähnlich zu Betitelnden umgibt und selbstverständlich in der Lage ist, diese auch zu korrumpieren. (Was tut man nicht alles für einen Sommerurlaub auf der Yacht?)
Trotzdem - SIE sind verantwortlich für alles, was Sie tun! Sie können so weitermachen und auf die gute Fee hoffen. Oder Sie können damit aufhören und sich anderweitig engagieren. Indem Sie zum Beispiel Ihre Arschbacken zusammenkneifen und sich bewegen.
Es ist Ihre Entscheidung. Hören Sie damit auf, Carsten Maschmeyer, Veronika Ferres, Helmut Kohl, Angela Merkel, Guido Westerwelle, das Leben, die Konjunktur, wenauchimmer dafür verantwortlich zu machen!
Bewegen Sie sich!
Nachdenken würde ich aber gern über dieses Phänomen auf Füßen.
Da ist also ein Mensch, der einen Strukturvertrieb aufgebaut hat. Dieser Mensch zeigt sich mit Größen aus Politik und Unterhaltungsindustrie und ist außerdem mit einer halbwegs talentierten Fernsehikone liiert.
Deswegen kaufen andere Menschen Versicherungen, Fondsanteile und Bausparverträge. Und fallen möglicherweise mit ihrem Kauf auf die Nase.
Wer ist schuld?
Der Mensch, der einen Strukturvertrieb aufgebaut hat?
Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf, weil sie sich mit ihm haben fotografieren lassen?
Christian Wulff, amtierender Bundespräsident, der einen günstigen Familienurlaub in der Freundesvilla verbracht hat?
Klaus Meine, der mit ihm Billard gespielt hat?
NEIN.
Wenn Sie deswegen einen wie auch immer gearteten Vertrag abgeschlossen haben, sind SIE ganz allein schuld! Und nicht nur das: Sie sind außerdem strotzdoof! Sie haben nämlich nicht eine Rendite ausrechnen lassen, Ihren gesunden Menschenverstand eingesetzt oder eine kompetente Beratung gesucht, nein, SIE haben aufgrund von bunten Bildern eine Entscheidung getroffen!
Daran ist NIEMAND schuld! IHRE Gier und IHRE unglaubliche Blödheit hat Sie diese Anlage kaufen lassen. Genauso, wie Sie bei "Geiz ist geil" oder "Ich bin doch nicht blöd!" Staubsauger und DVD-Player eingekauft haben, die es möglicherweise im kleinen Fachhandel zwar nicht günstiger, aber mit besserem Service und ohne eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus nach Ablauf der Garantiefrist gegeben hätte.
Hören Sie auf zu jammern! SIE sind verantwortlich! Carsten Maschmeyer mag ein ignorantes, arrogantes, elitäres A... sein, das sich gern mit ähnlich zu Betitelnden umgibt und selbstverständlich in der Lage ist, diese auch zu korrumpieren. (Was tut man nicht alles für einen Sommerurlaub auf der Yacht?)
Trotzdem - SIE sind verantwortlich für alles, was Sie tun! Sie können so weitermachen und auf die gute Fee hoffen. Oder Sie können damit aufhören und sich anderweitig engagieren. Indem Sie zum Beispiel Ihre Arschbacken zusammenkneifen und sich bewegen.
Es ist Ihre Entscheidung. Hören Sie damit auf, Carsten Maschmeyer, Veronika Ferres, Helmut Kohl, Angela Merkel, Guido Westerwelle, das Leben, die Konjunktur, wenauchimmer dafür verantwortlich zu machen!
Bewegen Sie sich!
10 Januar 2011
Lebensgeschenke - viel mehr als Wochenenden.
Solche Wochenenden mag es geben.
Hören Sie auf damit! Schauen Sie nach oben und bewundern Sie den Viertelmond! Oder betreiben Sie Katastrophentourismus und schauen Sie sich den überlaufenden Fluss im Ort an (vorausgesetzt, Sie müssen nicht gerade Ihren eigenen Keller auspumpen. Oder Schlimmeres.), genießen Sie Naturgewalten, rennen Sie gegen den Wind, und wenn es nur ein paar Minuten sind, töten Sie Ihre Vorgesetzten in Gedanken oder lieben Sie sie, ganz egal, aber leben Sie! JETZT! Denn morgen könnten Sie vor einen schlecht gewarteten Bus mit defekten Bremsen laufen. Oder in einer der letzten Schneewehen ausrutschen und vor lauter Schreck dem Herztod erliegen.
"Leben geschieht, während wir planen." Stimmt. Und wir wissen nicht, wann es aufhört zu geschehen.
Genießen Sie den Marsch der Nachbarskatze durch Ihren Garten. Lieben Sie Ihren Nachbarn, mit dem Sie sich die Tageszeitung teilen. Aber hören Sie auf, die aktuellen Nachrichten zu lesen, beschränken Sie sich auf die Todesanzeigen; das ist das einzig Kreative in einer Tageszeitung! Fahren Sie zur Arbeit und sehen Sie die Bäume am Straßenrand mit Ihrem ganzen Herzen. Lächeln Sie Ihren Staunachbarn an! Lieben Sie den Stau; er verschafft Ihnen eine Pause.
Leben Sie! JETZT!
Warten Sie nicht darauf, dass Wochenende ist. Nehmen Sie alles, was Sie bekommen können - heute! Sie werden eine Menge bekommen und müssen nichts weiter tun, als all diese Geschenke entgegen zu nehmen...
Leben ist jetzt. Genau jetzt. In ein paar Sekunden könnte es vorbei sein, das Leben. Machen Sie aus diesen möglicherweise letzten Sekunden eine Ewigkeit.
Das Leben will uns Gutes. Es will uns beschenken, nichts sonst; wir müssen nur die Arme aufhalten.
Hören Sie auf damit! Schauen Sie nach oben und bewundern Sie den Viertelmond! Oder betreiben Sie Katastrophentourismus und schauen Sie sich den überlaufenden Fluss im Ort an (vorausgesetzt, Sie müssen nicht gerade Ihren eigenen Keller auspumpen. Oder Schlimmeres.), genießen Sie Naturgewalten, rennen Sie gegen den Wind, und wenn es nur ein paar Minuten sind, töten Sie Ihre Vorgesetzten in Gedanken oder lieben Sie sie, ganz egal, aber leben Sie! JETZT! Denn morgen könnten Sie vor einen schlecht gewarteten Bus mit defekten Bremsen laufen. Oder in einer der letzten Schneewehen ausrutschen und vor lauter Schreck dem Herztod erliegen.
"Leben geschieht, während wir planen." Stimmt. Und wir wissen nicht, wann es aufhört zu geschehen.
Genießen Sie den Marsch der Nachbarskatze durch Ihren Garten. Lieben Sie Ihren Nachbarn, mit dem Sie sich die Tageszeitung teilen. Aber hören Sie auf, die aktuellen Nachrichten zu lesen, beschränken Sie sich auf die Todesanzeigen; das ist das einzig Kreative in einer Tageszeitung! Fahren Sie zur Arbeit und sehen Sie die Bäume am Straßenrand mit Ihrem ganzen Herzen. Lächeln Sie Ihren Staunachbarn an! Lieben Sie den Stau; er verschafft Ihnen eine Pause.
Leben Sie! JETZT!
Warten Sie nicht darauf, dass Wochenende ist. Nehmen Sie alles, was Sie bekommen können - heute! Sie werden eine Menge bekommen und müssen nichts weiter tun, als all diese Geschenke entgegen zu nehmen...
Leben ist jetzt. Genau jetzt. In ein paar Sekunden könnte es vorbei sein, das Leben. Machen Sie aus diesen möglicherweise letzten Sekunden eine Ewigkeit.
Das Leben will uns Gutes. Es will uns beschenken, nichts sonst; wir müssen nur die Arme aufhalten.
Montag
Wochenende war.
Es wurde geshoppt.
Frau putzte die Wohnung.
Mann polierte gründlich das Familienauto.
Wochenende war.
Es wurde gefeiert.
Mann schaute allein Fußball.
Frau reinigte gründlichst das Badezimmer.
Wochenende war.
Es wurde geschwiegen.
Beide beschäftigten sich. Irgendwie.
Dann war Montag.
Es wurde geshoppt.
Frau putzte die Wohnung.
Mann polierte gründlich das Familienauto.
Wochenende war.
Es wurde gefeiert.
Mann schaute allein Fußball.
Frau reinigte gründlichst das Badezimmer.
Wochenende war.
Es wurde geschwiegen.
Beide beschäftigten sich. Irgendwie.
Dann war Montag.
Absturz
Der Tag war lang,
gefühlt.
Die Woche fand kein Ende,
schien Dir.
Das Wochenende ist endlich da,
sagt das Radio.
Du gönnst Dir
ein paar Bier.
Absturz.
Dann ist schon wieder Montag.
gefühlt.
Die Woche fand kein Ende,
schien Dir.
Das Wochenende ist endlich da,
sagt das Radio.
Du gönnst Dir
ein paar Bier.
Absturz.
Dann ist schon wieder Montag.
07 Januar 2011
Schweinegrippe vs. Dioxin
Da weiß man ja gar nicht mehr, wovor man zuerst Angst haben soll! Ich darf jetzt also niemandem mehr die Hand schütteln, wenn kein Desinfektionsmittel in Sicht ist, vor dem Genuss von Eiern sollte ich das Huhn fragen, was es vor dem Legen gefressen hat oder am besten alles, was frisst, ohne vorher das Etikett gelesen zu haben, aus meinem Kühlschrank und von meinem Teller verbannen. Glücklicherweise müssen Sojabohnen nicht gefüttert werden, und so werde ich meinen kurzen Ausflug in die Fleischfresserei (der wohl einem erhöhten Testosteronspiegel zuzuschreiben war) beenden und mich wieder an Bier und Bananen halten.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Gottschalk "Wetten dass..." weiter moderieren und Westerwelle nicht mit seinem Liebsten ins Urlaubsdomizil eines befreundeten Hoteliers abgetaucht ist, sondern uns auch weiterhin mit römischer Spätdekadenz und sonnenkönigartiger Attitüde belästigen wird, und wenn man dann außerdem eine Verbindung zu den sintflutartigen Regenfällen, die gestern nachmittag eingesetzt haben, herstellt, kann einem schon der eine oder andere Gedanke an den bevorstehenden Weltuntergang durch den Kopf schießen.
Aber ich will nicht pessimistisch sein; sollte uns tatsächlich eine Sintflut bevorstehen, werde ich kurzerhand die Brocken-Challenge vorverlegen, mich auf den höchsten Berg der Umgebung retten und von dort aus schnaufend und einem Herzinfarkt nahe darauf warten, dass ein ertrinkender FDP-Chef umrahmt von gekeultem Federvieh an mir vorbeitreibt. Und dann werde ich wissen, dass alles im Leben einen Sinn hat.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Gottschalk "Wetten dass..." weiter moderieren und Westerwelle nicht mit seinem Liebsten ins Urlaubsdomizil eines befreundeten Hoteliers abgetaucht ist, sondern uns auch weiterhin mit römischer Spätdekadenz und sonnenkönigartiger Attitüde belästigen wird, und wenn man dann außerdem eine Verbindung zu den sintflutartigen Regenfällen, die gestern nachmittag eingesetzt haben, herstellt, kann einem schon der eine oder andere Gedanke an den bevorstehenden Weltuntergang durch den Kopf schießen.
Aber ich will nicht pessimistisch sein; sollte uns tatsächlich eine Sintflut bevorstehen, werde ich kurzerhand die Brocken-Challenge vorverlegen, mich auf den höchsten Berg der Umgebung retten und von dort aus schnaufend und einem Herzinfarkt nahe darauf warten, dass ein ertrinkender FDP-Chef umrahmt von gekeultem Federvieh an mir vorbeitreibt. Und dann werde ich wissen, dass alles im Leben einen Sinn hat.
P.S.: Übrigens sollte ich mich spätestens mit diesem Eintrag für eine erhöhte Aufmerksamkeit bei den Kontrollen am Flughafen qualifiziert haben: Ich stoße Todesdrohungen gegen einen Politiker aus, schreibe vom bevorstehenden Weltuntergang, gehöre keiner Kirche an, lebe allein und habe weder ein Haustier noch einen Fernseher und also nichts zu verlieren.
05 Januar 2011
3 Wörter
Zeiträume trennen uns,
Menschengedenken
und
Jahresläufe.
In Lustrevieren marodieren wir,
Swingerclubs
beheimaten
unsere Lust.
Doch letztlich
spielen wir
Monopoly.
Lieblos.
Menschengedenken
und
Jahresläufe.
In Lustrevieren marodieren wir,
Swingerclubs
beheimaten
unsere Lust.
Doch letztlich
spielen wir
Monopoly.
Lieblos.
Off Topic: Was einer so alles einfällt beim Blick durch das Dachfenster in die nacherlebte Sonnenfinsternis und beim Verarbeiten dreier vorgegebener Wörter!
Mein Dank gilt meiner Therapeutin und Robert T. Betz: Ohne ihre Fragen und seinen Vortrag hätte ich mich einfach nach vollendetem Tagwerk ins Bett gelegt. Jetzt aber balanciere ich vergnügt und ungeplant auf einem lyrischen Schwebebalken.
Mein Dank gilt meiner Therapeutin und Robert T. Betz: Ohne ihre Fragen und seinen Vortrag hätte ich mich einfach nach vollendetem Tagwerk ins Bett gelegt. Jetzt aber balanciere ich vergnügt und ungeplant auf einem lyrischen Schwebebalken.
beSCHRIEBENES bild
Du greifst nach mir,
doch
Deinen Blick wendest Du ab.
Du drückst mich,
doch
Deine Hände sind zu schwach,
um mich zu halten.
Du bist nicht bei mir,
doch
ich kann trotzdem nicht gehen.
Lass mich los!
Danke an die Inspiration - ich stelle einmal mehr fest, dass ich Bilder besser beschreiben kann als Wörter im Dunkel zu finden.
doch
Deinen Blick wendest Du ab.
Du drückst mich,
doch
Deine Hände sind zu schwach,
um mich zu halten.
Du bist nicht bei mir,
doch
ich kann trotzdem nicht gehen.
Lass mich los!
Danke an die Inspiration - ich stelle einmal mehr fest, dass ich Bilder besser beschreiben kann als Wörter im Dunkel zu finden.
Sale!
Schwarz.
Über mir.
Vor mir.
Unter mir.
Die Kerze ist gerade ausgegangen.
Es ist stockduster.
Vor meinem Fenster ist Nacht.
Die Aussage?
Es ist viel preisgünstiger,
alberne Worte
aneinanderzureihen,
statt Löcher
in den Boden zu bohren.
Oder anders: Ich wollte einfach ein paar Wörter loswerden.
Über mir.
Vor mir.
Unter mir.
Die Kerze ist gerade ausgegangen.
Es ist stockduster.
Vor meinem Fenster ist Nacht.
Die Aussage?
Es ist viel preisgünstiger,
alberne Worte
aneinanderzureihen,
statt Löcher
in den Boden zu bohren.
Oder anders: Ich wollte einfach ein paar Wörter loswerden.
04 Januar 2011
Gute Nachrichten
... ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Vielleicht noch ein Tagessprüchlein, das auch von der Nachbarskatze stammen könnte: "Alle Lebewesen außer dem Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen."
In diesem Sinne: Bestellen Sie Ihre Tageszeitung ab, werfen Sie Radio und TV aus dem Fenster, ignorieren Sie Google und andere News und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie genau vor Ihrer Nase haben: Das Leben!
- Meine Scheibenwaschanlage ist aufgetaut! Allerdings ist die linke Düse immer noch zugefroren, und ich kann nur dann wirklich gut sehen, wenn ich auf dem Beifahrersitz sitze.
- Bei der StepAerobic haben wir gestern mit 6 Hupfdohlen die Halle von knappen 5° binnen einer Stunde auf 8° erwärmen können.
- Mein Nachbar ist Großvater geworden.
- Es wird jeden Morgen früher hell und jeden Abend später dunkel.
- Bald ist Vollmond.
- Es gibt heute morgen eine partielle Sonnenfinsternis, und wenn sich der Himmel nicht angesichts tausender niesender Schweinegrippeopfer verdunkelt, kann man sie gut sehen, heißt es.
- Beim Anblick der Nachbarskatze, die heute früh dem Bewegungsmelder zu nahe kam, auf einmal mitten in einem hellen Lichtkegel stand und vor Schreck mit allen vier Füßen gleichzeitig in die Luft gesprungen ist, wäre ich vor Lachen fast aus dem Küchenfenster gefallen. So muss ein Tag anfangen!
Vielleicht noch ein Tagessprüchlein, das auch von der Nachbarskatze stammen könnte: "Alle Lebewesen außer dem Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen."
In diesem Sinne: Bestellen Sie Ihre Tageszeitung ab, werfen Sie Radio und TV aus dem Fenster, ignorieren Sie Google und andere News und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie genau vor Ihrer Nase haben: Das Leben!
Welcome back Schweinegrippe!
Na, da müssen doch irgendwo noch ein paar der überteuert eingekauften Impfstoffvorräte herumliegen! In Göttingen jedenfalls wurde ein geschätzter Kollege über Smartphone informiert, dass es jetzt schon zwei bestätigte Todesfälle gibt.
Es ist also damit zu rechnen, dass erstens all diejenigen, die mit den Opfern in näherem oder weiterem Kontakt standen, demnächst isoliert werden und zweitens die nächste Panhysterie ausbricht.
Naja, der Winter gibt ja gerade auch nichts her; die Züge fahren, die Autobahnen sind so frei, wie sie können, und der blöde Golfstrom ist immer noch nicht versiegt. Osama bin Laden hält sich bedeckt oder liegt tot in der Höhle, und das Thema "Hartz IV" kann ja auch niemand mehr hören.
By the way - wohin ist eigentlich der Erfinder der römischen Spätdekadenz abgetaucht?
Aber zurück zur Schweinegrippe.
RP online schreibt heute:
Es ist also damit zu rechnen, dass erstens all diejenigen, die mit den Opfern in näherem oder weiterem Kontakt standen, demnächst isoliert werden und zweitens die nächste Panhysterie ausbricht.
Naja, der Winter gibt ja gerade auch nichts her; die Züge fahren, die Autobahnen sind so frei, wie sie können, und der blöde Golfstrom ist immer noch nicht versiegt. Osama bin Laden hält sich bedeckt oder liegt tot in der Höhle, und das Thema "Hartz IV" kann ja auch niemand mehr hören.
By the way - wohin ist eigentlich der Erfinder der römischen Spätdekadenz abgetaucht?
Aber zurück zur Schweinegrippe.
RP online schreibt heute:
Die Angst vor der Schweinegrippe
(...)
Im August 2010 erklärte die WHO die erste Pandemie des 21. Jahrhunderts, die sogenannte Schweinegrippe, für beendet. An dem Virus H1N1 waren weltweit etwa 18 500 Menschen gestorben, in Deutschland mehr als 250. Da sich hierzulande deutlich weniger Bürger als geplant impfen ließen, blieben die Bundesländer auf großen Mengen Impfstoff sitzen, die nun aber wiederverwendet werden können.
Zum Vergleich: Von der ganz ordinären Influenza sind jährlich 10 - 20% der Weltbevölkerung betroffen, und allein in Deutschland starben 2009 an der Grippe je nach zur Rate gezogener Statistik zwischen 5.000 und 18.000 Menschen.
Ich jedenfalls werde jetzt sicherheitshalber auf Abstand zur Außenwelt gehen, mir eine Atemschutzmaske kaufen und jeden verklagen, der mich anhustet. Und natürlich frage ich auch gleich beim Hausarzt meines Vertrauens nach, ob auch in Niedersachsen möglicherweise noch große Mengen an Impfstoff lagern, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist.
Hatschi!
Ich jedenfalls werde jetzt sicherheitshalber auf Abstand zur Außenwelt gehen, mir eine Atemschutzmaske kaufen und jeden verklagen, der mich anhustet. Und natürlich frage ich auch gleich beim Hausarzt meines Vertrauens nach, ob auch in Niedersachsen möglicherweise noch große Mengen an Impfstoff lagern, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist.
Hatschi!
03 Januar 2011
Nachrichten
Ich habe ja versucht, Silvester an der Ostsee zu verbringen. Was ich zu Teilen auch getan, jedoch durch exzessiven Genuss von Freixent Seco (gab es im Sonderangebot, und im Sixpack war er noch günstiger) und einen Anflug von Heimweh nach Whausen aber irgendwie erstens sehr individuell gestaltet und zweitens sehr verkürzt habe. Im Klartext: Nach Laufen, Strandspaziergang und der ersten Flasche Sekt hat es mich (man beachte die Passivform: Ich war es nämlich gar nicht!) auf die Couch gelegt und erst um 1.20 Uhr wieder aufgeweckt. Das Feuerwerk in der Lübecker Bucht sei spektakulär, heißt es. Zum letztjährigen kann ich nichts sagen.
Und da ich nicht mehr mit Spektakulärem gerechnet habe, fand ich, es sei an der Zeit, den Heimweg anzutreten, um dem Sonntagsrückreisestau auszuweichen.
Ich höre ja sehr gern Hörbücher oder Vorträge beim Autofahren und unterbrach nur kurz, um den Wetterbericht einzuschalten. Dabei erwischte ich noch ein paar Minuten Nachrichten.
Es ist ein Wunder, dass überhaupt irgendein Mensch es lebendig und unverletzt ins Jahr 2011 geschafft hat! Da wurde von selbstgebastelten Böllern, die Bastler und Haus in die ewigen Jagdgründe geschickt haben, von Unfällen durch ungeprüftes Feuerwerk und Streitigkeiten unter Alkoholeinfluss berichtet, vom Anschlag auf eine Kirche, politischen Wirren und bürgerkriegsähnlichen Zuständen in einem afrikanischen Land, von dem ich vorher noch nie gehört hatte.
Dass doch einige Menschen nicht nur überlebt, sondern auch ausgelassen gefeiert hatten, verschwieg der Nachrichtensprecher. Kein Wort über einen wintersonnigen Silvestertag, Eisschollen auf Nord- und Ostsee und Nachbarn, die zusammen gefeiert haben.
Ich beschloss, dass ich früh genug herausfinden würde, wie das Wetter ist und schaltete wieder um auf Hörbuch. Halten Sie mich für ignorant, aber einer meiner Neujahrsvorsätze lautet, mir nicht die Energie durch den Dauerbeschuss mit schlechten Nachrichten rauben zu lassen. Ich werde schon merken, wenn mir der Himmel auf den Kopf fällt, und ich werde es früh genug merken, um noch ein Glas Whisky vorweg zu trinken.
Sie halten mich für ignorant? Mag sein. Aber ich bin lieber ignorant und zufrieden als informiert und schlechtgelaunt.
Ein energiegeladenes Jahr 2011 wünsche ich Ihnen und Euch!
Und da ich nicht mehr mit Spektakulärem gerechnet habe, fand ich, es sei an der Zeit, den Heimweg anzutreten, um dem Sonntagsrückreisestau auszuweichen.
Ich höre ja sehr gern Hörbücher oder Vorträge beim Autofahren und unterbrach nur kurz, um den Wetterbericht einzuschalten. Dabei erwischte ich noch ein paar Minuten Nachrichten.
Es ist ein Wunder, dass überhaupt irgendein Mensch es lebendig und unverletzt ins Jahr 2011 geschafft hat! Da wurde von selbstgebastelten Böllern, die Bastler und Haus in die ewigen Jagdgründe geschickt haben, von Unfällen durch ungeprüftes Feuerwerk und Streitigkeiten unter Alkoholeinfluss berichtet, vom Anschlag auf eine Kirche, politischen Wirren und bürgerkriegsähnlichen Zuständen in einem afrikanischen Land, von dem ich vorher noch nie gehört hatte.
Dass doch einige Menschen nicht nur überlebt, sondern auch ausgelassen gefeiert hatten, verschwieg der Nachrichtensprecher. Kein Wort über einen wintersonnigen Silvestertag, Eisschollen auf Nord- und Ostsee und Nachbarn, die zusammen gefeiert haben.
Ich beschloss, dass ich früh genug herausfinden würde, wie das Wetter ist und schaltete wieder um auf Hörbuch. Halten Sie mich für ignorant, aber einer meiner Neujahrsvorsätze lautet, mir nicht die Energie durch den Dauerbeschuss mit schlechten Nachrichten rauben zu lassen. Ich werde schon merken, wenn mir der Himmel auf den Kopf fällt, und ich werde es früh genug merken, um noch ein Glas Whisky vorweg zu trinken.
Sie halten mich für ignorant? Mag sein. Aber ich bin lieber ignorant und zufrieden als informiert und schlechtgelaunt.
Ein energiegeladenes Jahr 2011 wünsche ich Ihnen und Euch!
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