Sprache ist etwas Großartiges, denn ohne sie würden wir uns möglicherweise angrunzen. Andererseits - wenn ich Ihnen etwas sage, kommen in der Regel 7% Inhalt an; den Rest entnehmen Sie meiner Gestik, Mimik und Tonalität. Grunzlaute würden also nicht viel am Verständnis ändern, vielleicht wären sie sogar effektiver.
Das Problem ist, dass diese Tatsache den wenigsten Menschen bekannt ist, und darum sind sie der Überzeugung, dass alles, was sie verstanden zu haben glauben, auch das ist, was gesagt wurde.
Ein Beispiel: X erzählt mir, dass ihre Freundin Y möglicherweise schwanger ist von einem Mann, mit dem sie eigentlich nicht liiert ist. X drückt mit ihrem Körper, ihrem Gesicht und ihrer Wortwahl absoluten Widerwillen aus. Ich bin voreingenommen gegen Y, denn X ist mir näher, und darum verwerte ich nicht den Inhalt des Gesagten (Da ist jemand schwanger von jemand, der nicht in der gemeinsamen Wohnung wohnt.), sondern BEwerte ihn, ganz im Sinne von X.
(Nein, niemand in meinem Bekannten- oder Freundeskreis ist schwanger, ich auch nicht, das ist nur ein Beispiel!)
Ein anderes Beispiel: H beschreibt, ganz subjektiv, ein paar Menschen, die er beobachtet hat und deren Verhalten er interpretiert. Das sagt er auch. Trotzdem wird möglicherweise der/die eine oder andere ZuhörerIn ihm vorwerfen, er hätte da eine ganz Volksgruppe diskriminiert. Dabei wollte H nichts anderes, als seine Eindrücke auf möglichst humorvolle Weise unter das Volk werfen.
Noch ein Beispiel: Gestern habe ich geschrieben, dass der Averna sprudelt. Das war gelogen. Averna sprudelt nicht. Er fließt. Und es war ja auch überhaupt kein Averna, der da nicht sprudelte. Wörtlich habe ich geschrieben: "Es sprudelt vor Geschichten. Der Averna sprudelt auch." Für mich war klar, dass ich keinen Averna trinke, sondern eine Imitation, die ebensowenig sprudelt wie das Original, dass ich irgendwann im Laufe des Abends müde werden würde und mir die Avernakopie bei dem einen oder anderen Gedanken ein ganz kleines Bisschen geholfen hat.
Eine Person, die schlechte Erfahrung mit Alkohol gemacht hat, würde überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass dieser eine nette Geschichte hervorgebracht haben könnte. Eine weitere Person, die möglicherweise irgendwann einmal mit einem Alkoholiker liiert war, würde sich schaudernd abwenden und mir vielleicht eine Nachricht des Inhaltes "Dies ist die Nummer der Anonymen Alkoholiker, ruf da mal an!" zukommen lassen. Auf jeden Fall würde sie mich fortan für eine Kranke halten.
Noch jemand anderes, der dem Alkohol in inniger Sympathie zugetan wäre (das ist Konjunktiv, will heissen, ich denke an niemand Bestimmtes!), hätte alles Verständnis der Welt, denn auch er würde es genießen, das eine oder andere Gläschen zu sich zu nehmen. Nur zur Entspannung, versteht sich.
Die Heilsarmee würde mich einkassieren. Die Polizei auch, denn die würde glauben, dass ich auch betrunken fahre.
Und? Habe ich irgendwann einmal erwähnt, dass ich mich betrunken hätte? Nein!
Fazit: Rede wenig, gestikuliere viel und vergewissere Dich IMMER, ob das, was Du sagen wolltest, auch das ist, was verstanden wurde. Unterlege Deine Worte mit der dazu passenden Mimik. Lächle (das ist immer gut und sehr beruhigend für die ZuschauerInnen). Sei nicht Du selbst, sondern stelle Dich auf Dein Gegenüber ein, frage Dich, was es verstehen soll. Schließlich würdest Du ja, wärest Du ein Auftragskiller, auch nicht einfach wild in der Gegend herumballern, sondern die Person, die Du umlegen sollst, auch suchen. Hier gäbe es keine Kollateralschäden, wenn alles gut läuft.
Und Du kannst dafür sorgen, dass es auch keine verbalen gibt: Erkläre einfach jedes Wort, achte auf Mimik und Gestik Deines Gegenübers, versuche herauszufinden, ob er/sie Dich auch wirklich so verstanden hat, wie Du verstanden werden willst. Sei auf gar keinen Fall Du selbst! Das funktioniert nicht, nein, Du musst Dich auf Deine GesprächspartnerInnen einstellen.
Das ist Dir zu blöd? Dann sei auf verbale Kollateralschäden, Unverständnis und Fettnäpfe in großer Zahl gefasst. Wirf Dich kopfüber hinein, lächelnd, sage "Uuups!" und genieße die kleinen Blutgerinnsel, die Du mit Deinen Worten verursacht hast - vielleicht führen sie ja zu neuer Wahrnehmung?
Und wenn nicht? So what!
Das Problem ist, dass diese Tatsache den wenigsten Menschen bekannt ist, und darum sind sie der Überzeugung, dass alles, was sie verstanden zu haben glauben, auch das ist, was gesagt wurde.
Ein Beispiel: X erzählt mir, dass ihre Freundin Y möglicherweise schwanger ist von einem Mann, mit dem sie eigentlich nicht liiert ist. X drückt mit ihrem Körper, ihrem Gesicht und ihrer Wortwahl absoluten Widerwillen aus. Ich bin voreingenommen gegen Y, denn X ist mir näher, und darum verwerte ich nicht den Inhalt des Gesagten (Da ist jemand schwanger von jemand, der nicht in der gemeinsamen Wohnung wohnt.), sondern BEwerte ihn, ganz im Sinne von X.
(Nein, niemand in meinem Bekannten- oder Freundeskreis ist schwanger, ich auch nicht, das ist nur ein Beispiel!)
Ein anderes Beispiel: H beschreibt, ganz subjektiv, ein paar Menschen, die er beobachtet hat und deren Verhalten er interpretiert. Das sagt er auch. Trotzdem wird möglicherweise der/die eine oder andere ZuhörerIn ihm vorwerfen, er hätte da eine ganz Volksgruppe diskriminiert. Dabei wollte H nichts anderes, als seine Eindrücke auf möglichst humorvolle Weise unter das Volk werfen.
Noch ein Beispiel: Gestern habe ich geschrieben, dass der Averna sprudelt. Das war gelogen. Averna sprudelt nicht. Er fließt. Und es war ja auch überhaupt kein Averna, der da nicht sprudelte. Wörtlich habe ich geschrieben: "Es sprudelt vor Geschichten. Der Averna sprudelt auch." Für mich war klar, dass ich keinen Averna trinke, sondern eine Imitation, die ebensowenig sprudelt wie das Original, dass ich irgendwann im Laufe des Abends müde werden würde und mir die Avernakopie bei dem einen oder anderen Gedanken ein ganz kleines Bisschen geholfen hat.
Eine Person, die schlechte Erfahrung mit Alkohol gemacht hat, würde überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass dieser eine nette Geschichte hervorgebracht haben könnte. Eine weitere Person, die möglicherweise irgendwann einmal mit einem Alkoholiker liiert war, würde sich schaudernd abwenden und mir vielleicht eine Nachricht des Inhaltes "Dies ist die Nummer der Anonymen Alkoholiker, ruf da mal an!" zukommen lassen. Auf jeden Fall würde sie mich fortan für eine Kranke halten.
Noch jemand anderes, der dem Alkohol in inniger Sympathie zugetan wäre (das ist Konjunktiv, will heissen, ich denke an niemand Bestimmtes!), hätte alles Verständnis der Welt, denn auch er würde es genießen, das eine oder andere Gläschen zu sich zu nehmen. Nur zur Entspannung, versteht sich.
Die Heilsarmee würde mich einkassieren. Die Polizei auch, denn die würde glauben, dass ich auch betrunken fahre.
Und? Habe ich irgendwann einmal erwähnt, dass ich mich betrunken hätte? Nein!
Fazit: Rede wenig, gestikuliere viel und vergewissere Dich IMMER, ob das, was Du sagen wolltest, auch das ist, was verstanden wurde. Unterlege Deine Worte mit der dazu passenden Mimik. Lächle (das ist immer gut und sehr beruhigend für die ZuschauerInnen). Sei nicht Du selbst, sondern stelle Dich auf Dein Gegenüber ein, frage Dich, was es verstehen soll. Schließlich würdest Du ja, wärest Du ein Auftragskiller, auch nicht einfach wild in der Gegend herumballern, sondern die Person, die Du umlegen sollst, auch suchen. Hier gäbe es keine Kollateralschäden, wenn alles gut läuft.
Und Du kannst dafür sorgen, dass es auch keine verbalen gibt: Erkläre einfach jedes Wort, achte auf Mimik und Gestik Deines Gegenübers, versuche herauszufinden, ob er/sie Dich auch wirklich so verstanden hat, wie Du verstanden werden willst. Sei auf gar keinen Fall Du selbst! Das funktioniert nicht, nein, Du musst Dich auf Deine GesprächspartnerInnen einstellen.
Das ist Dir zu blöd? Dann sei auf verbale Kollateralschäden, Unverständnis und Fettnäpfe in großer Zahl gefasst. Wirf Dich kopfüber hinein, lächelnd, sage "Uuups!" und genieße die kleinen Blutgerinnsel, die Du mit Deinen Worten verursacht hast - vielleicht führen sie ja zu neuer Wahrnehmung?
Und wenn nicht? So what!
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