18 Januar 2018

Wie mein Mann durch bloßes Erscheinen den Strom wieder angemacht hat, den #Friederike ausgemacht hatte

Blitz, Donner, Gewitter, Sturm, Energie

Friederike trotzte gestern all meinen Versuchen, sie zu ignorieren. Erst musste ich auf dem Rückweg aus der großen Stadt diverse Umwege wegen Räumungsarbeiten und ängstlicher Vormirherfahrerinnen in Kauf nehmen, fand zuhause angekommen des Nachbars Kaminholz in unserem Garten, zusammen mit ein paar Dachziegeln, Ästen und einem Hundenapf und wurde dann von der fröstelnden Schwiegermutter darüber informiert, dass seit mittlerweile zwei Stunden der Strom ausgefallen sei.
"Aber warum geht denn die Heizung nicht?" fragte ich mich und sie - und konnte mir rasch die Frage selbst beantworten: Sie hängt am Stromnetz. 
"Naja, mache ich mir erst einmal einen Kaffee." sagte ich mir - und stellte fest, dass auch der Wasserkocher strombetrieben ist. Dann der Gasherd? Okay, hier bin ich schlicht nicht auf die Idee gekommen, dass man so eine Gasflamme auch mittels Feuerzeug entzünden kann, wenn der strombetriebene Funke nicht überspringt. Also Cola und Kuchen und Couch und Kaminofen.

Feuer, Kaminfeuer, Glut, HolzIch stellte erfreut fest, dass ich, obwohl es normalerweise nicht zu meinen Aufgaben gehört (Feuermachen ist eine klassische Männeraufgabe, zusammen mit Grillen und Nasepopeln an der Ampel), in der Lage war, den Kaminofen zu entzünden. Ich gebe zu, ich habe die unsportliche Variante mit Grillanzünder gewählt. Egal. Das Ding heizte, was es konnte, ich legte mich mit einem Buch auf die Couch und schlief recht bald ein.

Als ich aufwachte, war es dämmerig, wegen des inzwischen heruntergebrannten Feuers recht frisch im Zimmer, und an Lesen war nicht mehr zu denken. "Schlafe ich eben weiter, bis wieder Strom da ist." dachte ich mir.

Dann kam der Mann. Weil auch das Mobilnetz ausgefallen war, konnte ich ihn über die Dramatik der Situation im Vorfeld nicht umfänglich informieren. Aber ihm war durchaus aufgefallen, dass unser Städtchen einen unbewohnten, weil unbeleuchteten Eindruck machte und einige Geschäfte bereits geschlossen hatten. 

Nachdem er Feuer gemacht hatte, drückte er probehalber auf einen Lichtschalter. Und siehe da: Es ward Licht! Alles wurde gut, und ich kann Ihnen jetzt von meinen aufregenden Erlebnissen mit Friederike berichten.

Zwei Fragen treiben mich immer noch um: Hat mein Mann ein gutes Stromkarma, kann er zaubern, oder war es Zufall? Und haben wir vor Twitter, Facebook und Tagesschau-App auch so ein Gewese wegen Wetter gemacht???

16 Januar 2018

Schlaflied für Wähler

Mir kommen beim Fahren gern irgendwelche Liedchen in den Kopf, die ich dann umtexte. Gestern war es das bekannte Schlaflied "Guten Abend, gute Nacht", das es mir angetan hatte. Und Schlaflieder passen ja auch sehr gut zum Zustand unserer Republik, finde ich.

Wenn Sie mitsummen wollen, gucken Sie hier: http://www.free-notes.net/cgi-bin/noten_Song.pl?song=Wiegenlied&profile=null&lang=de. Oder hier, wenn Sie keine Noten lesen können: https://www.youtube.com/watch?v=D6xCa4EiNcU. Dazu müssten Sie sich dann noch bei einigen Wörtern eine weitere Silbe dazudenken, ungefähr so:

Guten Abend, gute Nacht,
der Politiker lahacht.

Sie machen das schon!

Guten Morgen allerseits.


Guten Abend, gute Nacht,
der Politiker lacht,
denn er hat es geschafft,
Pöstchen an sich gerafft.
Ganz egal, was er will,
denn das Wahlvolk ist still,
Ganz egal, was er will,
denn das Wahlvolk ist still.

Guten Abend, gute Nacht,
von der Wirtschaft bewacht,
und die zeigen es gern:
"Alle Macht dem Konzern!"
Schlaft nur selig jetzt ein,
denn es ist alles fein,
schlaft nur selig und süß,
und glaubt ans Paradies.

Guten Abend, gute Nacht,
aber gebt auch fein acht,
denn Ihr werdet bald seh'n,
unser Land bleibt jetzt steh'n.
Doch das kratzt keine Sau,
denn wir sind nicht sehr schlau,
glauben, alles wird gut,
wenn man nur genug ruht.


15 Januar 2018

Herumbrüllen und auf Behindertenparkplätzen parken - Test

Na, haben Sie gedacht, ich hätte den Test vergessen? Nein, habe ich nicht! Denn das Wesen eines Tests ist es, dass er unangekündigt stattfindet. Deswegen habe ich Sie übers Wochenende in Ruhe gelassen und bin jetzt gespannt, ob Sie trotzdem weiter geübt haben.

Los gehts:


  1. Haben Sie es sich inzwischen zur lieben Gewohnheit gemacht, beim Spaziergang ein wenig herumzubrüllen, einfach nur so, weil es Spaß macht und so schön laut ist? - 1 Punkt für jedes Mal.
  2. Wie viele Leute haben Sie seit Beginn des Kurses angebrüllt? - 1 Punkt für die eigene Familie, Freunde und Bekannte, 2 Punkte für Kollegen und Fremde (Kassiererin, Kunden in der Warteschlange u.ä.), 3 Punkte für den Chef.
  3. Grüßen Sie noch? Für jede Person, der Sie nach wie vor freundlich "Guten Tag!" sagen, ziehen Sie einen Punkt ab. 
  4. Wie oft belegen Sie pro Woche mindestens zwei Parkplätze? - 2 Punkte für jedes Mal.
  5. Wie oft parken Sie pro Woche auf Parkplätzen für "Eltern mit Kind"? - 3 Punkte für jedes Mal.
  6. Wie oft haben Sie seit Durcharbeiten von Lektion 5 auf Behindertenparkplätzen geparkt? 4 Punkte für jedes Mal und einen Punkt zusätzlich für jeden Strafzettel, den Sie dafür kassiert haben.
  7. Haben Sie schon einen Auffahrunfall verursacht, weil Sie nicht mehr blinken? 20 Punkte. Oder wurde hinter Ihnen ein Hupkonzert veranstaltet? 3 Punkte.
  8. Gibt es schon eine Sauna, in der Sie Hausverbot haben? 20 Punkte für jede. Hat man Sie schon getadelt, weil Sie im Ruheraum und beim Aufguss zu laut waren? 2 Punkte für jedes Mal.

Das Ergebnis:


< 30 Punkte: Sie lernen noch, das ist in Ordnung. Aber vielleicht gehören Sie auch zu den 20% unverbesserlicher Rücksichtnehmer, die einen solchen Stoff niemals beherrschen werden. Versuchen Sie es weiter, aber wenn es gar nicht geht, seien Sie weiter höflich - und darauf gefasst, dass eine positive Resonanz darauf immer seltener wird. 

 31 - 50 Punkte: Das kann etwas werden mit Ihnen! Tief in Ihnen schlummert ein kleines Arschloch, das gern herausgelassen und entwickelt werden möchte. Weiter so! 

Zertifikat, Urkunde, Anerkennung, Lob
3. Platz - gut gemacht!
51 - 70 Punkte: Haben Sie vorher schon einmal einen ähnlichen Kurs absolviert, oder sind Sie ein Naturtalent? Sie müssen nicht weiter üben; es reicht, wenn Sie ab und zu überprüfen, ob noch jemand den Versuch unternimmt, freundlich zu Ihnen zu sein. Dann arbeiten Sie an Ihrer Mimik und gehen die Inhalte ab Lektion 3 noch einmal durch. 
Medaille, Gold, Design
2. Platz
> 71 Punkte: Sie sind mein Musterschüler! Wahrscheinlich haben Sie sich über die Kursinhalte köstlich amüsiert und die ganze Zeit geärgert, dass Ihnen die Idee für diesen Kurs noch nicht selbst gekommen ist. Sie sind unhöflich, rücksichtslos, fahren Auto wie die Wildsau, verfolgen Ihre Nachbarn mit Unterlassungsklagen und haben wahrscheinlich keine Freunde mehr. Sie sind ein Bild von einem echten Arschloch, herzlichen Glückwunsch!

Trophäe, Auszeichnung, Sieg, Gewinner
1. Platz - der gehört Ihnen!
Ganz egal, welches Ergebnis Sie erzielt haben: Schreiben Sie mir - ich freue mich auf Ihre Erfahrungsberichte! 

14 Januar 2018

Jugendträume und was daraus geworden sein wird, wenn man nicht mehr jung ist.

Bei uns in der Nachbarschaft wohnen zwei junge Mädchen, die sich gerade in rasender Geschwindigkeit weiterentwickeln. Gestern spielten sie noch auf der Straße Fußball mit den dazugehörigen Brüdern, malten riesige bunte Bilder auf den Bürgersteig oder fuhren auf ihren Kinderfahrrädern in halsbrecherischer Geschwindigkeit hin und her. 

Heute sind sie cool, tragen Zahnspangen, pubertieren mehr oder weniger sichtbar vor sich hin und sitzen mit Freundin und Smartphone auf irgendwelchen Mauern herum.

Ich frage mich, was die sich denn wohl so vorstellen, wie das Leben für sie weitergehen wird. Und ich frage mich, was ich denn damals, in genau diesem Alter, aber mit dem Wissen, was heute ist, wohl geträumt oder mir vorgestellt hätte. Hätte ich mir das Träumen sicherheitshalber gleich verboten? Oder hätte ich trotzdem Ideen entwickelt, wie meine Zukunft aussehen könnte? Hätte ich vielleicht viel bunter und dringlicher geträumt, um sicherzugehen, dass meine Träume sich auch noch erfüllen würden, wenn ich mittleren Alters und desillusioniert wäre?

Pier, Holz, See, Ozean, Meer, RuhigOder hätte ich mir gleich gesagt: "Ach, lass es. Mach etwas Ordentliches, sieh zu, dass du dich irgendwie durchschlägst, aber lass das mit der Träumerei bleiben. Bringt eh nichts."

Schwierig. Ich weiß zwar noch schemenhaft, welche Ideen mir als Teenie durch den Kopf gegeistert sind, aber ich kann nicht mehr sagen, wann sie in den Nebeln der Realität verschwanden wie weiland Avalon in denen der Zeit.

Von Julia Cameron gibt es ein wahrscheinlich lesenswertes Buch, das an ihr Hauptwerk "Der Weg des Künstlers" anknüpft und in dem es darum geht, dass man auch mit 60+ noch sein Leben ändern und sein inneres Künstlerkind wecken kann. Es steht in meinem Regal und wartet darauf, dass ich es aufschlage. Aber ich bin ja noch nicht 60. Ich habe noch Zeit...

13 Januar 2018

Glauben Sie an den Mondkalender?

Ich war letzte Woche beim Zahnarzt. Er hat nicht gebohrt, sondern eine Krone angepasst, mit Abdruck und Abschleifen und was sonst noch alles dazugehört. 
Es war so schmerzhaft, wie es immer war. Ich hatte vorher soviel oder sowenig Angst wie ich immer vor einem Zahnarztbesuch habe. Alles ganz normal.
Als ich jedoch nach Hause kam, eröffnete mir meine Schwiegermutter, die auch streng nach Mondkalender Blumen gießt, dass demnach ein guter Tag für einen Zahnarzttermin gewesen sei.

Eine Totale Sonnenfinsternis Ich hatte also instinktiv alles richtig gemacht.

Die Frage, die sich mir stellt, ist allerdings, wie es mir ergangen wäre, hätte ich den Zahnarzttermin an einem anderen Tag gehabt, der nicht zum aktuellen Stand des Mondes gepasst hätte? Wäre ich vor Schmerzen schreiend aus dem Zahnarztstuhl gehüpft und in der Praxis Amok gelaufen? Hätte die Krone anschließend einfach nur nicht richtig gepasst?
Wäre es dann so geworden wie mit meinen Haaren, wenn ich beim Friseur war und nach dem ersten Waschen aussehe wie ein falsch geschorener Zwergpudel? 

Frau, Föhnen, Mädchen, Weiblich, Person
Halbmond. Ich föhne mir den Wolf. Die Frisur sitzt nicht.
Der hängt nämlich auch dem Glauben an, dass es für bestimmte Tätigkeiten bestimmte Mondphasen gibt. "Ach, das war bestimmt kein guter Schneidetag!" erklärte er kürzlich. Ja, warum gibt er mir dann keinen Termin an einem mondmäßig guten Schneidetag? Logisch, dann würde er wahrscheinlich von Neu- bis Viertelmond durcharbeiten, weil alle genau dann ihre Haare gemacht haben wollen.

Übrigens gibt es auch Fingernägelschneide-, Blumenumtopf-, Staubsaug- und Wäschewaschtage. Wenn der Mond das wüsste...

Glauben Sie an den Mondkalender?

12 Januar 2018

Herumbrüllen und auf Behindertenparkplätzen parken - Lektion 5: Parken auf Behindertenparkplätzen


Sie haben Zwischenbilanz gezogen, die Zeit bis heute genutzt und noch ein wenig geübt? Sie haben sich vielleicht sogar in bekanntes Terrain gewagt und sich an Orten schlecht benommen, an denen man Sie kennt? Chapeau! Vielleicht wird sogar noch ein/e Politiker/in aus Ihnen! 

Seien Sie zuversichtlich: Wenn Sie alle Lektionen gründlich geübt haben, wird es Ihnen leicht gelingen, alles Leben außerhalb Ihrer eigenen Nasenspitze vollständig zu ignorieren!
 
Heute ist es soweit - eine Königsdisziplin von Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr erwartet Sie.


Handicap-Parkplatz, Anmelden, LackiertBevor Sie loslegen dürfen, stellen wir gemeinsam ein paar Vorüberlegungen an. Achten Sie doch einmal darauf, wie viele Behindertenparkplätze es in Ihrer Stadt bzw. in Ihrem Viertel gibt. Haben Sie auch das Gefühl, dass der ohnehin knappe Parkraum mit diesen blauen Schildern weiter eingeengt wird? Dass es nie im Leben so viele Behinderte gibt wie Parkplätze? Dass diese Parkplätze doch eigentlich nur entstanden sind, weil einige grüne Gutmenschen und Besserverdiener den Verkehr aus den Innenstädten vertreiben wollen? Fühlen Sie sich nicht schon lange benachteiligt, wenn Sie einmal mehr auf der Suche nach einem freien Parkplatz Ihre Runden drehen? Wenn Sie Ihre Getränkekisten von ganz weit weg zum Auto schleppen müssen, weil die Parkplätze direkt vor dem Eingang für Behinderte und Familien freigehalten werden? 

Werden Sie wütend. Schimpfen Sie. Nehmen Sie sich vor, es denen jetzt aber mal so richtig zu zeigen. Aber freuen Sie sich auch ein wenig, denn jetzt wird Ihr Leben wieder aufregend.

Jetzt sind Sie in der richtigen Stimmung für die Praxis. Setzen Sie sich hinter das Steuer, fahren Sie zum nächsten Supermarkt und parken Sie mitten auf einem dieser Behindertenparkplätze. Sie finden keinen Platz mehr, weil dort schon ein paar SUVs und Luxuslimousinen stehen? Ja, glauben Sie denn, Sie wären der Erste, der diesen Kurs absolviert? Fahren Sie einmal um den Block und versuchen Sie es wieder.

Auto, Fahrzeug, ParkplätzeMann, Anzug, Männlich, Geschäft
Erfolgreiche Absolventen.
Steigen Sie aus und seien Sie sich der bösen Blicke gewiss, die Sie jetzt treffen werden. Vielleicht hören Sie auch jemanden zischeln: "Der/die ist ja gar nicht behindert!" Jetzt kommt Ihnen das Erlernte zugute. Sie ignorieren Blicke und Gezischel, grüßen natürlich nicht und marschieren hocherhobenen Hauptes und auf Ihren eigenen beiden Beinen in den Supermarkt. Dort kaufen Sie aber nicht ein, sondern bleiben im Eingangsbereich stehen und achten auf die Reaktionen der Vorbeikommenden und derer, die auch auf dem Behindertenparkplatz parken wollten, jetzt aber keinen Platz mehr finden. Das härtet ab.

Diese Übung machen Sie ein paarmal hintereinander. Außerdem legen Sie während der nächsten Tage und Wochen etwas Geld zurück, denn wir wollen noch einen Schritt weitergehen: Parken auf einem öffentlichen Behindertenparkplatz. Das kostet Geld, wenn Sie erwischt werden. 
Abschleppwagen, Kleinwagen, Pkw, Auto
Das kostet auch extra.
Wenn Sie es besonders gut machen wollen, bezahlen Sie erst einmal nicht, nehmen die Mahngebühren in Kauf und überweisen Wochen später ohne Angabe des Aktenzeichens. Oder, wenn Sie die Politesse inflagranti erwischen, machen Sie sie so richtig nieder. Beschimpfen Sie sie, das System und überhaupt alle, die vorbeikommen. Brüllen Sie ordentlich herum (Lektion 1). Für die Anzeige wegen Beamtenbeleidigung und/oder Nötigung brauchen Sie dann auch wieder etwas Geld.

Sie haben es fast geschafft. Morgen schreiben wir noch einen Test. Wenn Sie den bestehen, bekommen Sie von mir ein Zertifikat. Das legen Sie gut sichtbar aufs Armaturenbrett.

11 Januar 2018

Herumbrüllen und auf Behindertenparkplätzen parken - Zwischenbilanz

Liebe Leserin, lieber Leser!

Warten Sie schon ganz aufgeregt auf die nächste Lektion? Geduld, sie ist in Arbeit. Es fließen noch aktuelle Erkenntnisse der letzten Tage ein, so dass Sie noch eine Bonus-Lektion erwarten können.

Bevor wir im Stoff weitergehen, lassen Sie uns Ihre bisherigen Lernerfolge noch einmal überprüfen:

Wie oft waren Sie während der letzten Tage allein unterwegs und haben herumgebrüllt? Sich neue Schimpfwörter ausgedacht? Auf einen abwesenden Kontrahenten gedanklich eingeprügelt? Einem Baum so richtig vor die Rinde getreten?
Wie oft haben Sie nicht gegrüßt? Wen haben Sie nicht gegrüßt? Haben Sie sich schon an Bekannte herangewagt und die geflissentlich ignoriert? Nein? Dann nichts wie los. Wenn Sie sich nicht trauen, fangen Sie noch einmal von vorn an, gehen spazieren, wo niemand Sie kennt und grüßen Entgegenkommende nicht. 
Wie ist es mit der Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr? Wissen Sie noch, wo Ihr Blinker ist? Nein? Gut gemacht! Parken Sie inzwischen wo und wie es Ihnen gefällt, ohne auf die Umgebung zu achten? Haben Sie gar schon einen oder mehrere Strafzettel wegen Behinderung des fließenden Verkehrs kassiert? Sternchen! Frauenparkplätze interessieren Sie einen Sch..., und Sie haben schon mindestens zehn Kerben in Ihrem Lenkrad, weil Sie Autos zerkratzt oder beim Parken angebufft haben? Wunderbar. Setzen. Eins.
Wie war Ihr letzter Saunabesuch? Können Sie mit Recht behaupten, dass die Sie dort in schlechter Erinnerung behalten werden, auch olfaktorisch? Konnten Ihre Kleinen, sofern vorhanden, mal so richtig ruhesuchende Menschen aufmischen?

Wenn Sie alle diese Fragen mit einem freudigen und entschlossenen "Ja!" beantworten können, sind Sie auf einem guten Weg. Wenn nicht, üben Sie den Teil, der noch nicht so reibungslos funktioniert, weiter. Nicht nachlassen! Sie schaffen das! Suchen Sie sich Beispiele für Ignoranz, Rücksichtslosigkeit und Unhöflichkeit im öffentlichen Leben. Hier ein paar Anregungen: 

Siamkatze, Fauchen, Ohren, Grimmig
Katja Riemann
Erdmännchen, Zahn, Grimmig, Zoo, Gelb
Christian Lindner
Affe, Mauritius, Gesicht, Grimmig
Till Schweiger

Gorilla, Affe, Menschenaffe, Zoo
Horst Seehofer
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