04 Mai 2017

Noch 3 Tage und ein offener Brief an einen cholerischen Fahrlehrer...

Lieber Herr Fahrlehrer,

das Leben ist nicht leicht, zumal wenn man im Werra-Meißner-Kreis lebt, wo die Konkurrenz groß, das Geld für den Straßenerhalt knapp, die Hundepopulation unübersichtlich ist und die Straßen eng sind. Sie haben also all mein Verständnis.
Trotzdem muss ich eine leise Kritik loswerden: Auf meiner Landkarte der Welt ist es die Aufgabe eines Fahrlehrers, beruhigend auf seine Schüler einzuwirken, ihnen vorausschauendes Fahren beizubringen und Gelassenheit im Straßenverkehr. So etwas funktioniert besonders gut, wenn man selbst in diesen Punkten Vorbild ist.

Fahrschule, Autofahren, Straßen
Ein Hort der Gelassenheit, Ruhe und Höflichkeit
Wie kommen Sie also darauf, dass der am Steuer sitzende Fahrschüler das lernen könnte, wenn Sie vom Beifahrersitz aus brüllen und pöbeln und drohen, bloß, weil ein Hund auf die Straße des Wohngebietes läuft? In dem - ganz nebenbei gesagt - Tempo 30 vorgeschrieben ist. 
Sie haben recht, ein Hund hat auf der Straße zunächst einmal nichts zu suchen. Ein Kind auch nicht. Trotzdem rennt es von Zeit zu Zeit seinem Ball hinterher. Hätten Sie da auch aus Ihrem Beifahrerfenster "Und wenn ich jetzt Gas gegeben hätte?" gebrüllt? Oder haben Sie flugs ausgerechnet, dass in diesem Fall das obere Ende der nichtvorhandenen Leine keine Fahrstunden mehr braucht, der Hund keine nehmen darf und Sie somit keine Kunden verlieren können?


Vertrauen erweckend???
Schauen Sie: 
  1. Vor Ärger rot angelaufenen Menschen gelingt es selten, Gelassenheit zu vermitteln. 
  2. In Wohngebieten sollte man immer mit allem rechnen, und wenn dann etwas davon passiert, nicht so rumzicken. 
  3. Ein unzufriedener Kunde erzählt mindestens zehn weiteren Menschen, dass der Anbieter doof ist. Das kann auch passieren, wenn der Verbreiter der schlechten Nachrichten gar nicht Ihr Kunde ist, ich zum Beispiel. Ich habe nämlich flugs den Nachbarn, die zwei Kinder im bald führerscheinfähigen Alter (und einen auf die Straße laufenden Hund) ihr Eigen nennen, von Ihrer Inanspruchnahme abgeraten, außerdem allen anderen Nachbarn in dieser und den angrenzenden Straßen. Und jetzt stehen Sie auch noch im Internet...

Nur das Allerbeste, vor allem aber Gelassenheit wünscht Ihnen auf diesem Wege

Schmitts Freundin


Die heute nicht laufen, sondern viel Autofahren wird. Mit Gelassenheit, wie ich hoffe...

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