10 Mai 2007

"Auf Regen folgt Sonnenschein..."

Manche Tage, die regnerisch beginnen, enden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang. Gibt es zwar heute nicht, der Himmel ist dennoch sehr schön gefärbt. Mein privater Sonnenuntergang findet auf der Leinwand statt, die ich in meinem Kopf habe und die das Bild der Welt so verändert, dass ich es mir ansehen kann. Aber die Welt gibt es ja nicht... Heute morgen schien mir einiges grau, die Grundstimmung war eher melancholisch. Jetzt, mehr als zwölf Stunden später, nach einigen sehr schönen Kursen, guten und mutigen Gedanken und einer Lebensrettungsaktion, bin ich zwar müde, aber zufrieden mit mir.

Ich habe heute (hoffentlich) ein Leben gerettet und acht neue erschaffen. Weitere zwanzig bis dreißig sind gesät. Das gerettete Leben gehört der Yuccapalme, die bei mir wohnt. Irgendetwas ist ihr auf dem Balkon nicht bekommen, und so hat sie einige Blätter eingebüßt und sah zeitweise recht traurig aus. Ich habe ihr einen neuen Platz gegeben, der meinen Balkon rein optisch zum Szene-Lokal machen könnte, die verbrannten Blätter entfernt (einer ihrer Stämme sieht jetzt leider etwas gerupft aus), sie getröstet und ihr versprochen, besser auf sie zu achten. Ich hoffe, sie verzeiht mir. Die acht neuen Leben sind aus acht Zitronenkernen entstanden, die aufgegangen sind, und ich bin wild entschlossen, in Whausen die erste fruchtbare Zitronenplantage Südniedersachsens zu begründen. Es lebe der Klimawandel, her mit den tropischen Temperaturen! Dann habe ich noch Minze, Petersilie, Dill und Schnittlauch gesät und in meinem Wohnzimmer in die Sonne gestellt. Bald kann ich mich komplett selbst versorgen, es fehlt nur ein kleiner Weinberg.

Mein Exposé wächst. Ich werde zwar den mir selbstverordneten Abgabetermin nicht einhalten können, weil es doch einiges mehr an Arbeit erfordert, als ich zunächst dachte. Aber ich habe mir gute Tipps geholt und freue mich auf die und an der weiteren Arbeit an Anna. Es wird uns guttun, wenn wir uns noch ein wenig miteinander beschäftigen. Und nein, das ist keine Verschieberitis! Ich will mir keine Chancen im Vorfeld verbauen, und deswegen kann ich mit der Verschiebung leben.

Die Kurse, die ich mit soviel Zittern ob der Beliebtheit meiner Vorgängerin begonnen habe, werden immer voller. Ich werde immer mehr ich selbst. Oder umgekehrt?

Donnerstagabend ist schön. Der größte Teil der Woche liegt hinter mir, morgen kann ich mir den Luxus des Ausschlafens, im Bettherumliegens, Möglicherweiselaufenwollens oder Kaffeeimbetttrinkens gönnen. Darauf freue ich mich. Besonders gespannt bin ich auf das NLP-Wochenende, die ersten Menschen, die nichts mit NLP zu tun haben, werden uns ihr Vertrauen und ihre Ideen oder Lösungen schenken. Und irgendwann ist dann Sonntagabend. Allein der Gedanke daran entlockt mir ein breites Lächeln, lässt mich schon jetzt träumen. Sonntagabende sind schön. Während sich die meisten arbeitenden Menschen schon mit der kommenden Woche auseinandersetzen, werde ich ein paar Stunden Wochenende, Glück und Wohlgerüche genießen.

Regengedanken sind notwendig und gut. Sonntagabendvorfreude ist...

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