Regen prasselt im Ragtimerhythmus an mein Fenster. Eben noch, als ich nackt über die Steinfliesen der Saunalandschaft flanierte, spürte ich ein paar wenige Tropfen auf meiner Haut und pflegte die Idee, morgen ein wenig Fahrradfahren zu wollen. Der Regen sagt "Lass das!" Andererseits sind wir möglicherweise in verschiedenen Zeiten unterwegs: Ich denke bereits an Morgen, der Regen bleibt im Jetzt. Was eine vernünftige Sichtweise wäre, denn ob er morgen noch regnen darf, kann er ja nicht wissen, der Regen. Und ich weiss genau, dass ich heute abend nicht wissen kann, ob ich morgen Lust auf Radfahren haben werde. Zumal ich nicht weiss, ob es beim Regenragtime bleibt, vielleicht zum Nebelrequiem wechselt oder gar in einem Sonnencrescendo enden wird, morgen. MORGEN.
Manchmal frage ich mich, warum ich MORGEN immer so unglaublich viel zu erledigen habe, während HEUTE noch ein ganz ruhiger Tag war. Ich könnte diese Ruhe geniessen, denn ich weiss ja HEUTE nicht, welche Musik mich MORGEN erwartet. "Heute ist das Morgen, vor dem Du gestern Angst hattest." ist ein sehr beliebter und häufig wiederholter Spruch der Anonymen Alkoholiker. Nicht blöd, diese AAs... Leider wiederholen sie sich ununterbrochen, aber das ist eine andere Geschichte.
Also HEUTE. Heute war der Tag, auf den ich mich gestern gefreut habe und der mir dann scheinbar und auf den ersten Blick verdorben wurde. Dabei war gestern ein Tag, vor dem ich noch vorgestern ein wenig Angst hatte; trotzdem ist er vergangen und wurde zum GESTERN. Gestern war der Tag, an dem ich mich auf HEUTE gefreut habe. Ist anders geworden. Schön, anders, ungeplant.
Besser so? Möglicherweise. Ich kenne viele Menschen, die im MORGEN leben, entweder weil
sie MORGEN etwas Dringendes zu erledigen haben, oder weil
MORGEN der Tag ist, an dem sie etwas tun zu müssen glauben, was sie nicht tun wollen, oder weil
sie einfach nicht im HEUTE leben können. Vielleicht auch, weil
es viel einfacher zu sein scheint, das MORGEN zu planen, statt im HEUTE zu leben. Oder möglicherweise
ist das HEUTE so erschreckend, dass es sich einfach besser anfühlt, alles auf MORGEN zu verschieben oder
im GESTERN zu verharren,
das VORGESTERN zu vergöttern?
Mein MORGEN beinhaltet Ängste, Hoffnungen, alberne Spiele. Mein HEUTE war erfüllt von Literatur, Entspannung, Gedanken an GESTERN und die Frage, was ÜBERMORGEN bringen wird. Oder ÜBERÜBERMORGEN.
Das kleine Mädchen, das heute an meiner Tür geklingelt hat in der Hoffnung, ich könnte ihr sagen, wo sie ihre Spielkameradinnnen fände, hat im JETZT gelebt. Was sie SPÄTER getan hat, weiss ich allerdings nicht.
MORGEN. Einerseits freue ich mich. Andererseits weiss ich nicht, was mich erwartet.
HEUTE. War völlig anders, als ich GESTERN dachte. Trotzdem schön. Sehr schön. Anders schön.
Wäre mein MORGEN unbeeindruckt vom Morgen Anderer, könnte ich mich darauf freuen. Ist es nicht. Also macht es mir Angst. Immerhin, mein GESTERN gehört mir. Nur mir. Niemand kann es ändern. Ich auch nicht.
Mein HEUTE war beeinflusst, aber trotzdem schön. Jetzt ist es ein GESTERN.
MORGEN ist der Tag, auf den ich mich GESTERN gefreut habe und der mir HEUTE weit entfernt zu sein scheint.
HEUTE ist der Tag, der nicht so ist, wie ich noch GESTERN geplant hatte. Die Planung für MORGEN verkneife ich mir.
Manchmal ist heute gestern. Und gestern beeinflusst morgen. Bin ich HIER? Möglicherweise.
Aber darüber möchte ich frühestens MORGEN nachdenken.
Manchmal frage ich mich, warum ich MORGEN immer so unglaublich viel zu erledigen habe, während HEUTE noch ein ganz ruhiger Tag war. Ich könnte diese Ruhe geniessen, denn ich weiss ja HEUTE nicht, welche Musik mich MORGEN erwartet. "Heute ist das Morgen, vor dem Du gestern Angst hattest." ist ein sehr beliebter und häufig wiederholter Spruch der Anonymen Alkoholiker. Nicht blöd, diese AAs... Leider wiederholen sie sich ununterbrochen, aber das ist eine andere Geschichte.
Also HEUTE. Heute war der Tag, auf den ich mich gestern gefreut habe und der mir dann scheinbar und auf den ersten Blick verdorben wurde. Dabei war gestern ein Tag, vor dem ich noch vorgestern ein wenig Angst hatte; trotzdem ist er vergangen und wurde zum GESTERN. Gestern war der Tag, an dem ich mich auf HEUTE gefreut habe. Ist anders geworden. Schön, anders, ungeplant.
Besser so? Möglicherweise. Ich kenne viele Menschen, die im MORGEN leben, entweder weil
sie MORGEN etwas Dringendes zu erledigen haben, oder weil
MORGEN der Tag ist, an dem sie etwas tun zu müssen glauben, was sie nicht tun wollen, oder weil
sie einfach nicht im HEUTE leben können. Vielleicht auch, weil
es viel einfacher zu sein scheint, das MORGEN zu planen, statt im HEUTE zu leben. Oder möglicherweise
ist das HEUTE so erschreckend, dass es sich einfach besser anfühlt, alles auf MORGEN zu verschieben oder
im GESTERN zu verharren,
das VORGESTERN zu vergöttern?
Mein MORGEN beinhaltet Ängste, Hoffnungen, alberne Spiele. Mein HEUTE war erfüllt von Literatur, Entspannung, Gedanken an GESTERN und die Frage, was ÜBERMORGEN bringen wird. Oder ÜBERÜBERMORGEN.
Das kleine Mädchen, das heute an meiner Tür geklingelt hat in der Hoffnung, ich könnte ihr sagen, wo sie ihre Spielkameradinnnen fände, hat im JETZT gelebt. Was sie SPÄTER getan hat, weiss ich allerdings nicht.
MORGEN. Einerseits freue ich mich. Andererseits weiss ich nicht, was mich erwartet.
HEUTE. War völlig anders, als ich GESTERN dachte. Trotzdem schön. Sehr schön. Anders schön.
Wäre mein MORGEN unbeeindruckt vom Morgen Anderer, könnte ich mich darauf freuen. Ist es nicht. Also macht es mir Angst. Immerhin, mein GESTERN gehört mir. Nur mir. Niemand kann es ändern. Ich auch nicht.
Mein HEUTE war beeinflusst, aber trotzdem schön. Jetzt ist es ein GESTERN.
MORGEN ist der Tag, auf den ich mich GESTERN gefreut habe und der mir HEUTE weit entfernt zu sein scheint.
HEUTE ist der Tag, der nicht so ist, wie ich noch GESTERN geplant hatte. Die Planung für MORGEN verkneife ich mir.
Manchmal ist heute gestern. Und gestern beeinflusst morgen. Bin ich HIER? Möglicherweise.
Aber darüber möchte ich frühestens MORGEN nachdenken.
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